Amstetten

Erstellt am 30. August 2016, 04:29

von Hermann Knapp

Amstettner Bürger schützen sich. Ratzingbauer-Siedlung zeigt vor, was man gegen Einbrecher tun kann. VP bietet Beratung und Infos dazu an.

Vizebürgermeister Dieter Funke, Stadträtin Riki Sonnleitner und Stadtrat Anton Geister gratulieren den Bewohnerinnen und Bewohnern der Ratzingbauer-Siedlung in Allersdorf zu ihrem Nachbarschaftsprojekt und unterstützen dieses gerne. Foto: VP Amstetten  |  VP Amstetten

Unter dem Motto „Gemeinsam. Wachsam. Sicher.“ startete die Volkspartei Amstetten im Frühjahr ihre Sicherheitsplattform für Amstetten. „Es geht bei der Aktion darum, in Zusammenarbeit mit der Polizei Bürger beim Schutz ihres Eigentums vor Einbrechern zu unterstützen. Und unsere Idee stößt bei der Bevölkerung auf große Zustimmung“, sagt VP-Vizebürgermeister Dieter Funke.

„Aufmerksamkeit und Miteinander“

Wie es in der Praxis funktionieren kann, zeigen die Bewohnerinnen und Bewohner der Ratzingbauer-Siedlung in Allersdorf vor. Sie organisieren von sich aus gemeinsame Patrouillen in den Straßenzügen, betreiben eine gemeinsame Infoplattform über das Smartphone, informieren sich gegenseitig über längere Abwesenheit in der Urlaubszeit und schauen einfach aufeinander, um ihren Lebensraum und ihr Wohnumfeld ein Stück sicherer zu machen.

Für Funke tun sie damit genau das, was die ÖVP mit ihrem Projekt auch in anderen Stadtteilen und Siedlungen fördern will. „Nachbarschaftliche Aufmerksamkeit und gemeinschaftliches Miteinander sind neben der sichtbaren Polizeipräsenz der beste Schutz vor Einbrechern, das bestätigen auch internationale Experten“, sagt der Vizebürgermeister.

Abschreckung ist der beste Schutz

Die ÖVP bietet Unterstützung bei der Organisation von Nachbarschaftswachen an und stellt auch Transparente und Aufkleber zur Verfügung, die helfen sollen, potenzielle Einbrecher abzuschrecken. „Wenn Ganoven unterwegs sind und solche Schilder sehen, dann wissen sie, dass in dieser Siedlung ein Einbruch mit einem hohen Risiko verbunden ist, und werden sich woanders ein Opfer suchen.“

Zwar komme da sozusagen das Florianiprinzip zur Anwendung, aber es hätten ja alle Bürger die Möglichkeit sich zu organisieren, um ihre Siedlungen oder Straßen zu schützen. Die ÖVP komme auch gerne mit der Polizei zu einem Treffen, um die Bürger zu beraten. Schwieriger als in Siedlungen ist, so Funke, die Nachbarschaftshilfe im verdichteten Wohnbau. „Da ist die Vereinzelung noch größer und dem kann man nur mit Bewusstseinsbildung entgegen-wirken. Das Aufeinanderschauen ist das Um und Auf.“

Nähere Informationen gibt es unter der Bürger-Hotline der Volkspartei Amstetten unter 0650 7000 338.

Bezirkspolizeikommandant Horst Schmutzer begrüßt grundsätzlich Nachbarschaftshilfe. „Es ist gut, wenn die Leute zusammenarbeiten, allerdings müssen natürlich auch die Gesetze eingehalten werden und solche Aktionen dürfen keinesfalls in gegenseitige Vernaderung ausarten. Grundsätzlich gilt: Wenn jemand eine verdächtige Wahrnehmung macht, soll er auf jeden Fall die Polizei informieren.“

Laut Kriminalstatistik hat es heuer im Bezirk im Vergleich zum Vorjahr keine Zunahme von Eigentumsdelikten gegeben.

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