Amstetten

Erstellt am 09. Februar 2018, 05:08

von Hermann Knapp

Stadt Amstetten stellt nun 15 Freizeitpädagogen an. Bisher waren arbeitslose Lehrer im Einsatz, künftig wird Amstetten dafür aber eigenes Personal beschäftigen.

Bildungsgemeinderätin Elisabeth Asanger und Personalstadtrat Anton Katzengruber präsentierten das neue Konzept für die Nachmittagsbetreuung in Amstetten. Die Stadt wird dazu eigene Freizeitpädagogen anstellen.  |  SPÖ Amstetten

Die Nachmittagsbetreuung in den Schulen der Stadt wird derzeit vom Kinderland NÖ durchgeführt. „Allerdings kann uns der Verein nicht garantieren, dass er im Schuljahr 2018/19 noch ausreichend Personal zur Verfügung hat. Er setzt ja hauptsächlich Junglehrer ein, die noch keine Anstellung haben. Da aber eine Pensionierungswelle auf uns zukommt, wird es künftig weniger Lehrer geben, die eine Arbeit suchen. Hinzu kommt, dass durch die Umstellung der Lehrerausbildung ein Jahrgang gänzlich ausfällt“, berichtet Personalstadtrat Anton Katzengruber.

Insgesamt ist das für die Stadt zu viel an Unsicherheit, um sich weiter der Dienste des Vereines zu bedienen. Stattdessen soll die Nachmittagsbetreuung künftig mit Eigenpersonal erfolgen.

„Unser Ziel ist es, eine qualitativ hochwertige ganztägige Betreuung von schulpflichtigen Kindern durch fachlich und pädagogisch qualifiziertes Betreuungspersonal zu gewährleisten, um Familien und vor allem berufstätige Eltern zu unterstützen“, sagt Bildungsgemeinderätin Elisabeth Asanger.

2012 wurde ja schon bundesweit die Ausbildung zum akademischen Freizeitpädagogen geschaffen, um künftig den Bedarf an Tagesbetreuung abdecken zu können. Zeitlich umfasst sie zwei Semester an einer pädagogischen Hochschule. Sie kann aber auch parallel zur Arbeit absolviert werden, weil der Unterricht vormittags stattfindet. Matura ist nicht Voraussetzung dafür (Ausschreibung auf der Homepage der Stadt).

Auch Ferienbetreuung mit Freizeitpädagogen

Die Stadt Amstetten wird 15 neue Dienstposten schaffen. Die Ausschreibung läuft bereits und es gibt auch schon erste Bewerber. Das Anstellungsausmaß wird 25 Stunden betragen.

Aktuell gib es in Amstetten 13 Nachmittagsbetreuungsgruppen (siehe Infobox). Künftig soll aber auch die Ferienbetreuung mit den Freizeitpädagogen abgewickelt werden. Dies ermöglicht es der Stadt, das Angebot auszudehnen.

„Ab dem Schuljahr 2018/19 soll zusätzlich zu den großen Sommerferien eine Betreuung in der ersten Jännerwoche, sowie der Karwoche und den Semesterferien angeboten werden“, erklärt Elisabeth Asanger. „Wenn benötigt, werden wir dadurch auch die von der Regierung geplanten Herbstferien mitanbieten. Die Eltern können mit dieser zusätzlichen Betreuungspflicht nicht im Regen stehen gelassen werden!“

Zusätzliche Kosten entstehen der Gemeinde laut Katzengruber durch die Anstellung der Freizeitpädagogen nicht. „Der finanzielle Aufwand ist für uns nicht höher als für das Personal, das wir vom Kinderland NÖ bereitgestellt bekommen haben.“

In 13 Gruppen werden regelmäßig 277 Schülerinnen und Schüler betreut werden. Neun Gruppen gibt es in den Volksschulen Amstetten (200 Kinder), zwei in der Neuen Mittelschule Hausmening (35 Kinder) und zwei in der Volksschule Öhling (42 Kinder).