Amstetten

Erstellt am 03. Januar 2018, 04:31

von NÖN Redaktion

Andreas Steiner ist tot: „Verlieren großen Sohn“. Amstettner Kulturpreisträger und „Schau ST.A.LL“-Galerist Andreas Steiner verstarb am Montag, 25. Dezember, nach kurzer, schwerer Krankheit im 60. Lebensjahr.

Andreas Steiner trug viel zur Amstettner Kulturszene bei.  |  Doris Schleifer-Höderl

Groß ist die Trauer seit dem 25. Dezember vor allem bei der heimischen Kulturszene. An diesem Tag verstarb der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Amstettner Künstler Andreas Steiner nach kurzer, schwerer Krankheit.

„Unfassbar traurig stimmt mich die Nachricht, dass Andreas Steiner nicht mehr unter uns lebt. Er war ein großartiger Künstler mit viel Sinn für alles, was hinter der Oberfläche ist, mit einem Blick auf das Mensch-Sein, mit dem festen Willen hinzuschauen, aufzuzeigen, aufzurütteln, zu gestalten“, zeigt sich Kulturstadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig betrübt.

Engagiertes Wirken für die Kulturszene

Im Jahr 2003 erhielt der Künstler nach einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss für sein vielfältiges und engagiertes Wirken den Amstettner Kulturpreis verliehen. „Mit der Verleihung des Kulturpreises wird der Dank der Stadt ausgesprochen für das vielfältige Wirken des Künstlers und sein großes persönliches Engagement“, betonte damals Bürgermeister Herbert Katzengruber.

Bei seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitete Steiner mit unterschiedlichsten Materialien, Techniken und Themen. Neben seinen dreidimensionalen Arbeiten entdeckte er 2011 die experimentelle Digitalfotografie für sich. Dabei ersetzte er den Zeichenstift oder Pinsel durch eine Digitalkamera.

„Das Leben lieben, im Augenblick leben, echt und ehrlich – das war Andreas Steiner.“Kulturstadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig

Besonders seine Galerie „Schau ST.A.LL“ war es, die immer wieder das Besondere nach Amstetten brachte.

„Wir verlieren einen großen Sohn, der Amstetten weit über die Grenzen unserer Stadt hinausgetragen hat. Andi ist mir auch ein Freund geworden, mit dem es gut war zu philosophieren und über das Wichtige im Leben zu reden. Das Leben lieben, im Augenblick leben, echt und ehrlich – das war Andreas Steiner. Er wird fehlen“, schildert Königsberger-Ludwig vom Wirken des verstorbenen Künstlers.