Erstellt am 30. März 2016, 05:14

von Nadja Straubinger

Nahversorger für Harland gesucht. VP-Gemeinderätin Veit will sich für Geschäft einsetzen. SP-Gemeindrat Fiala: „Wir sind von Anfang an dran.“

SP-Gemeinderat Andreas Fiala kontert: »Wir sind dran. Frau Veit ist im Stadtteil nicht verankert.« VP-Gemeinderätin Christina Veit wirft SP-Vertretern Versäumnisse vor.  |  NOEN, Fotos: privat/Gerald Lechner

Seit mehr als einem Jahr ist der Spar-Markt Faic in Harland geschlossen. Eben so lange gibt es Bestrebungen, einen neuen Nahversorger im Stadtteil zu etablieren. Obwohl SP-Gemeinderat Andreas Fiala betont, dass der mobile Nahversorger gut angenommen wird, beklagen laut VP-Gemeinderätin Christina Veit die Bürger „die schlechte Infrastruktur“, die auch im Stadtentwicklungskonzept festgehalten worden sei.

Veit will sich jetzt für die Entwicklung eines Nahversorgerzentrums in Harland einsetzen. In den letzten Jahrzehnten sei Harland immer weiter gewachsen. „Außer einer gut frequentierten Bäckerei existiert in Harland keine Nahversorgung für die Güter des täglichen Bedarfs. Nicht einmal ein Bankomat oder ein Kaffeehaus sind vorhanden“, betont Veit. Gerade für ältere Menschen und Personen ohne Auto sei das ein unhaltbarer Zustand. Sie wittert Versäumnisse der Harlander SP-Vertreter: „Die SP unter Anton Heinzl und Andreas Fiala hat in den letzten Jahren in der Pendeluhr geschlafen.“

Nicht bieten lassen will sich diese Angriffe Fiala und kontert: „Wir sind von Anfang an dran. Jetzt im Wahlkampf kommt auch Frau Veit drauf. Da merkt man, dass sie nicht im Stadtteil verankert ist.“ Er und Heinzl hätten bereits Gespräche zur Grundstücksvorsorge geführt und auch mit Spar und Rewe habe es mittlerweile Verhandlungen gegeben. Allerdings, so Fiala: „Die Ansprüche der Unternehmen sind sehr hoch. Es muss ein Einzugsgebiet von mindestens 5.000 Bewohnern geben.“ Die SP habe jedenfalls die Verbesserung der Nahversorgung in Harland auch im Wahlprogramm verankert. Heinzl: „Falls die Frau Gemeinderätin einen Interessenten hat, dann soll sich bei uns melden. Wir hätten ein Grundstück für ihn.“