Amstetten

Erstellt am 03. Januar 2018, 03:38

von Hermann Knapp

Landtagswahl 2018: FPÖ hofft auf Verdopplung. Grüne wollen in NÖ auf ihre Stärken setzen, auch Neos und CPÖ treten an.

Alexander Schnabel will den Stimmenanteil der FPÖ im Bezirk verdoppeln.  |  Führer

Eine Hoffnung, in den Landtag einzuziehen, darf sich auch der Amstettner Stadtrat Dominik Hörlezeder machen. Er rangiert auf der Grünen Landesliste auf Platz fünf. Derzeit hält die Partei bei vier Mandaten.

Ob sich der Rauswurf aus dem Nationalrat bei der Wahl am 28. Jänner negativ oder positiv auf die Grünen im Land auswirken wird, ist natürlich ein großer Unsicherheitsfaktor.

Dominic Hörlezeder führtdie Bezirksliste der Grünen an.  |  Christian Dusek

„Nach dem Debakel auf Bundesebene geht es darum, zu zeigen, dass wir daraus gelernt haben. Wir werden uns wieder verstärkt auf die Themen Umweltschutz, öffentlicher Verkehr und Gesundheit konzentrieren“, sagt der grüne Spitzenkandidat im Bezirk.

Es brauche in Niederösterreich die Grünen als verlässliche politische Kraft für Kontrolle und Transparenz. „Ich werde alles geben und versuchen, mit so vielen Leuten wie möglich ins direkte Gespräch zu kommen.“

Den Werbespot, in dem sich die Grünen Kandidaten als Jedi-Ritter präsentieren, die gegen die schwarze Macht kämpfen, findet Hörlezeder übrigens gelungen: „ Es wird darin kurz und knackig erklärt, wer wofür steht. Außerdem darf ruhig etwas Humor im Spiel sein.“

Ihr Programm für den Bezirk präsentieren die Grünen erst im Jänner.

Freiheitliche wollen Stimmen verdoppeln

Die Kandidatenliste der Freiheitlichen führt im Bezirk der Opponitzer Alexander Schnabel an. Der 31-Jährige ist Gemeinderat in Opponitz und als Regionalreferent für das Mostviertel hauptberuflich für die Landespartei tätig. Chance auf ein Mandat im Landtag hat er keine, denn dafür müsste die FPÖ im Bezirk rund 17 Prozent dazugewinnen. „Mit meiner Kandidatur für den Landtag möchte ich mich aktiv in die politische Landschaft einbringen und ein offenes Ohr für die Bürger haben“, betont er.

Im Jahr 2013 kam die FPÖ im Bezirk nur auf acht Prozent der Stimmen. „Unser Ziel ist es nun , an jene 16 Prozent anzuknüpfen, die wir im Jahr 1999 hatten“, sagt Schnabel.

Auch über die Landesliste wird übrigens kein FPÖ-Kandidat aus dem Bezirk den Einzug in den Landtag schaffen, weil sich auf den ersten 20 Plätzen gar keiner findet.

Ihr Programm für den Bezirk präsentiert die FPÖ ebenfalls erst im Laufe des Jänners. Vorerst herrscht darüber noch Stillschweigen.

NEOS und Christliche Partei Österreichs

Im Bezirk Amstetten treten auch noch die NEOS zur Wahl an. Sie haben die dafür nötigen 50 Unterstützungserklärungen termingerecht eingereicht. Kandidaten im Bezirk sind die beiden Studenten Daniel Gieber und Heike Lehner aus Amstetten.

Ebenfalls zur Wahl tritt im Bezirk Amstetten die Christliche Partei Österreichs (CPÖ) an. Einziger Kandidat ist Manfred Moser aus Ybbsitz.