Erstellt am 30. Mai 2016, 09:07

von Daniela Führer

Frachtschiff konnte weiterfahren. Für gehörigen Medienrummel in der Vorwoche sorgte ein Frachtschiff, das am vergangenen Mittwochnachmittag in der Donau bei Freyenstein auf Grund auflief. Bei diesem Aufprall wurde es stark beschädigt und erlitt zwei Lecks.

Ein Frachtschiff lief in der Donau bei Freyenstein auf Grund auf.  |  NOEN, Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten
Binnen kürzester Zeit füllten sich zwei Kammern mit Wasser. Die alarmierten Feuerwehren versuchten zunächst, mit Tauchpumpen dem steigenden Wasser Herr zu werden. Die Auspumparbeiten gestalteten sich aber als sehr schwierig, da ständig Wasser nach lief, schildert Philipp Gutlederer vom Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten.
800 Tonnen Erdmaterial hatte das Frachtschiff an Bord. Der Feuerwehr gelang es dann jedoch, den Wasserspiegel in einer der beiden betroffenen Kammer soweit durch Pumpen abzusenken, dass das kleinere der beiden Lecks abgedichtet werden konnte.

Doch am zweiten Leck blieben die Bemühungen der Feuerwehren umsonst. Das Leck war zu groß. Das ausgepumpte Wasser lief in derselben Menge sofort wieder durch das Leck in die Kammer hinein.

Daraufhin kamen private Taucher zum Einsatz. Sie versuchten über mehrere Tage, das Leck abzudichten. Bis Samstagabend dauerten die Arbeiten an, berichtet Bernd Birklhuber von der Schifffahrtsaufsicht: „Die Taucher konnten die Kammer teilweise abdichten. Diese wurde dann mit Luft gefüllt, damit kein Wasser mehr nachlief. Dann konnte auch dieses Leck abgedichtet werden“, erklärt Birklhuber. Am Sonntag trat das Frachtschiff die Weiterreise aus Österreich hinaus an.