Erstellt am 16. Februar 2016, 04:39

von Hermann Knapp

Notstrom sprang sofort an. Leistungsabfall für 90 Millisekunden: Im Naturbad fielen Pumpen aus. Im Landesklinikum schalteten sich Notaggregate ein. Es bestand aber keine Gefahr.

Bäderverwalter Reinhard Walter bestätigt den Ausfall der Pumpen im Naturbad. Foto: Schleifer-Höderl  |  NOEN, Schleifer-Höderl

Gleich zweimal hieß es für die Badegäste im Amstettner Naturbad in der Vorwoche: „Alle raus aus dem Becken!“ Der Grund dafür: Am Mittwochnachmittag kam es zu einer Spannungsschwankung in der Energieversorgung, wodurch die Pumpen ausfielen.

„In so einem Fall bleibt uns nichts übrig, als die Leute zu bitten, das Becken zu verlassen. Wir mussten alle Pumpen neu starten. Das dauerte etwa 15 Minuten, dann konnte der Badebetrieb ganz normal weiter gehen“, berichtet Bäderverwalter Reinhard Walter.

EVN bestätigt: Schwankung dauerte 90 Millisekunden

Am Donnerstagnachmittag sorgte ein defekter FI-Schalter – Ursache dafür dürfte ebenfalls die Stromschwankung vom Vortag gewesen sein – für eine neuerliche kurze Unterbrechung des Badebetriebes.

Bei der EVN bestätigt man, dass es am Mittwoch tatsächlich eine Stromschwankung gegeben habe, für die Dauer von 90 Millisekunden.

„Für die Haushalte war das nicht wahrnehmbar, aber in Unternehmen mit sehr sensiblen Geräten – wie zum Beispiel Krankenhäusern oder auch große Produktionsbetrieben – sind die Notaggregate angesprungen“, berichtet EVN-Pressesprecher Stefan Zach.

Wirklicher Schaden sei nicht entstanden und die betreffenden Kunden hätten auch alle eine entsprechende Versicherung. „Wir bestätigen ihnen natürlich die Schwankung.“

Notaggregate sprangen auch im Landesklinikum an

Warum es zu der Unterspannung kam, ist noch unklar. Auslöser dafür ist oft ein Blitzschlag. Allerdings gab es am Mittwoch kein Gewitter, dafür fegte aber ein Sturm über Teile des Mostviertels. Möglicherweise war dieser der Auslöser für die kleine Stromschwankung.

Die Notaggregate sind übrigens auch im Landesklinikum Amstetten angesprungen. Gefahr für Menschen bestand zu keiner Zeit. „Die lebenserhaltenden, medizinischen Geräte (OP, Intensiv, Neonatologie, …) werden durch die Notstromaggregate (Dieselmotor – Elektrogenerator) sofort unterbrechungsfrei überbrückt. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten ist dadurch sichergestellt“, heißt es vonseiten der Holding.

Die restlichen, wichtigen Gerätschaften (zum Beispiel EDV) würden spätestens nach zehn Sekunden Unterbrechung von den Notstromaggregaten mit Energie versorgt.