Oed-Oehling

Erstellt am 21. April 2017, 04:49

von Hermann Knapp

Ortschronik ist in Arbeit. Viel Bürger bringen sich aktiv in die Gestaltung ein. Das Buch soll im kommenden Jahr erscheinen.

Die Arbeitgruppe für die Chronik von Oed-Öhling erhält beständig Zuwachs (v.l.n.r.). Das Interesse der Bürger daran ist groß: Gerhard Proksch, Josef Schlöglhofer, Eva Zankl, Reinhard Fahrngruber, Margret Rosenberger, Philipp Rodinger, Bernhard Bucher, Bgm.Michaela Hinterholzer, Wolfgang Kunerth, Elisabeth Binder, Lotte Bucher, Helfried Roll, Charlotte Meißl, Peter Kunerth, Josefa Koppendorfer, Mag.Heimo Cerny, Pfarrer P.Michael Prinz, Harald Lehenbauer und Gunther Hüttmeier.  |  Gemeinde Oed-Öhling

Im Jahr 2018 jährt sich die erstmalige Nennung des Markts Oed im Urbar von Wallsee zum 700. Mal. Für Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer ist das ein idealer Anlass, eine neue Chronik der Gemeinde Oed-Öhling herauszugeben.

„Wir haben im Rahmen der Dorferneuerung einen Arbeitskreis gegründet, der schon mehrmals getagt hat und immer größer wird. Es gibt bei uns viele Leute, die sich mit der Geschichte ihrer Heimat auseinandersetzen wollen. Im Laufe nächsten Jahres soll die Chronik gedruckt werden“, sagt die Ortschefin.

Öhling als Ettlingen erstmals 1172 urkundlich erwähnt

Es seien schon zahlreiche Bilder gesammelt und Interviews mit älteren Gemeindebürgern gemacht worden. Diese werden übrigens auch audiovisuell festgehalten um ihre Erinnerungen für die Nachwelt aufzubewahren.

Professionell betreut wird die Erstellung der Chronik von Gerhard Proksch von der Agentur Randlos. Das Werk wird einen Blick zurück auf die Anfänge der beiden Ortsteile werfen, natürlich aber auch Zeitgeschichte enthalten.

„In der Chronik der Pfarre Öhling sind die Ereignisse in der Kriegszeit im Landesklinikum Mauer genau beschrieben. In der damaligen Heil- und Pflegeanstalt wurden ja damals viele behinderte Menschen ermordet. Die Zeit ist reif, darüber zu reden“, erklärt Hinterholzer. Auch der Durchmarsch Hitlers durch Oed wird in der Chronik natürlich festgehalten.

Der Ortsteil Öhling wird unter dem Namen Ettlingen erstmals 1172 urkundlich erwähnt. Er stand immer in engem Zusammenhang mit Mauer. Zu einer Kommune zusammengelegt wurden Oed und Öhling ja im Jahr 1972.

„Ich finde es großartig, dass sich so viele Bürger in den Prozess einbringen – unter anderem übrigens auch Altbürgermeister Peter Kunerth. Ich bin sicher, dass die Chronik ein umfangreiches und interessantes Werk wird“, sagt Hinterholzer. Noch ein Schmankerl aus der Geschichte: Im Jahr 1809 war nur noch der Pfarrer in Oed. Alle anderen Bürger waren vor den anrückenden Franzosen ins Mühlviertel geflüchtet.