Erstellt am 03. März 2016, 01:04

von Hermann Knapp

Öffentlicher Pinkelplatz bei Ärztecenter. Anrainer beklagt, dass Männer Notdurft am Parkplatz beim Ärztecenter verrichten und fordert Öffnung der WCs im Parkhaus.

Anrainer beklagt: Der Parkplatz beim Ärztecenter und der Bereich um das Würstelstandl entwickelt sich immer mehr zur öffentlichen Bedürfnisanstalt. Die Stadt solle durch Öffnung des WCs im Parkhaus Eggersdorferstraße Abhilfe schaffen.  |  NOEN, Anton Kovacs

Seit geraumer Zeit muss ich beobachten, dass Männer ihre Notdurft entweder am Privatparkplatz des Ärztecenters bei den Bäumen oder sogar direkt zwischen den parkenden Autos sowie entlang des Geh- und Radwegs und rund um den Würstelstand verrichten – oft sogar neben Schulkindern“, sagt Anrainer Helmut Schauberger, der dafür natürlich überhaupt kein Verständnis aufbringen kann.

„Im nahen Parkhaus Eggersdorferstraße gibt es zwar eine WC-Anlage, aber die ist versperrt. „Wir haben beim Stadtamt angefragt, warum man sie nicht öffnet. Die Antwort habe gelautet: Aus bestimmten Gründen“, sagt Schauberger. Da diese Auskunft für ihn natürlich unbefriedigend war, hat er per Mail auch noch Bürgermeisterin Ursula Puchebner auf das Problem aufmerksam gemacht. „Da habe ich aber noch keine Antwort erhalten.“

"An Eigenverantwortung der Männer appellieren"

Gegenüber der NÖN erklärt die Stadtchefin, dass das WC im Parkhaus Eggersdorf wegen ständigem Vandalismus geschlossen werden musste. „Beim Problem, das Herr Schauberger anspricht, muss man wirklich an die Eigenverantwortung der Männer appellieren. Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass sie öffentliche Anlagen verunreinigen.“ Die Betreffenden seien zwar vermutlich hauptsächlich Kunden des Würstelstandls, aber die Gewerbeordnung verlange von Würstelstandbetreibern eben keine Bereitstellung von WCs.

Puchebner glaubt nicht, dass die Öffnung der Toiletten im Parkhaus etwas ändern würde. „Wir wissen ja auch noch aus der Zeit, als es das Würstelstandl in der Preinsbacherstraße gab, dass die Männer nicht in das nahe öffentliche WC gingen, sondern in den Bach pinkelten. Das ist schlicht und einfach eine Unart“, sagt die Stadtchefin.