Erstellt am 29. März 2016, 08:58

von Hermann Knapp

Öffentlicher Verkehr: Viel Luft nach oben. 300.000 Passagiere fahren jährlich mit dem CityBus. Charmante Werbekampagne soll diese Zahl deutlich erhöhen.

Sind überzeugt davon, dass der CityBus eine sinnvolle Alternative zum Auto ist: Robert »Geli« Gelbmann, Max Mayrhofer, Stadtrat Gerhard Riegler, Stadtrat Laurentius Palmetshofer, Franz Polzinger, Verkehrsleiter der Postbus AG, Rebecca Pertl und Gerhard Sengstschmid. Foto: Knapp  |  NOEN, Knapp
Die Mission lautete, den CityBus attraktiver zu machen und als Alternative zum Auto im Bewusstsein der Bürger zu verankern. Keine leichte Aufgabe, weshalb sich die Agenturen Sengstschmid und artattack auch zu einer Kooperation entschlossen, um ihr kreatives Potenzial zu bündeln.

Heraus gekommen ist eine Kampagne, die vor allem auf Witz und Charme setzt und die die Verantwortlichen der Stadt und der Postbus AG überzeugte. „Unser Grundgedanke war, zu zeigen, dass im CityBus mehr geschieht, als dass Menschen von einem Ort zum anderen transportiert werden. Dort passiert Leben“, sagt Gerhard Sengstschmid.

„CityBus ist Liebe“, lautet daher auch die Aufschrift auf einem der Plakate, die in den letzten Monaten den Stadtflitzer bewarben. Und warum sollte sich nichttatsächlich ein Pärchen bei der Fahrt im CityBus finden – oder beim Warten an einer der 66 Haltstellen?

Dass der CityBus schnell ist, soll ein Plakat vermitteln, das einen Feuerwehrmann auf der Fahrt zum Einsatz zeigt. Ein zwar unwahrscheinliches aber durchaus witziges Szenario.

„Die Aktion Shopstopp wiederum, weist darauf hin, dass der Stadtflitzer Einkäufer rasch und punktgenau an ihr Ziel bringt – und zeigt auf, wie viele Geschäfte in Fußweite der Haltstellen liegen“, sagt Max Mayrhofer.

CityBus hat Vorteile gegenüber dem Auto

Besonders ging es den beiden Agenturen bei der Kampagne natürlich darum, den Autofahrern die Vorteile des CityBusses vor Augen zu führen. „Ihr Auto ist schnell, aber wir fahren vor Ihnen“, verkündet daher ein Aufkleber am Heck des Citybusses. Und auch auf den Parkscheinen prangen allerlei sinnige Sprüche wie zum Beispiel: „CityBus ist entspannend! Ein Parkplatz ist eine Fläche, die verschwindet, während man wendet.“ Na wer da nicht ins Grübeln kommt...

Bei einer Abschlusspressekonferenz in der Vorwoche, die – wie hätte es auch anders sein sollen – im CityBus stattfand, der zu diesem Zweck in einer Sonderfahrt durch die Stadt tourte, ließ man die Kampagne noch einmal Revue passieren. Begleitet wurde der Bus übrigens von Robert „Geli“ Gelbmanns Partybus und bei den Haltestellen wurden Brötchen und Getränke serviert. Ein Service, dass allerdings nicht zum CityBus-Standard gehört.

Bezahlt wird die Kampagne, wie im Vertrag mit der Stadt vereinbart, übrigens von der Postbus-AG. Ob sie tatsächlich fruchtet, werden in einigen Monaten die Passagierzahlen beantworten. Luft nach oben gibt es reichlich, denn derzeit kommen auf eine CityBusfahrt etwa 1,6 Passagiere. Die Politik plant übrigens auch, die Ortsteile durch öffentlichen Verkehr mit der Stadt zu verbinden – mittles CityAst.

CityBus-Infos

  • Rund 300.000 Fahrgäste im Jahr werden befördert

  • Die CityBus-Flotte legt im Jahr 220.000 Kilometer zurück

  • Es gibt im Gemeindegebiet 66 CityBus-Haltestellen

  • Die Haltestellen werden mit Ausnahme der Linie 7 jeweils im 30-Minuten-Takt angefahre

  • Vier Busse stehen im Einsatz, dazu gibt es einen Reservebus

  • Sieben Buslenker sind je Fahrtag im Einsatz, alle haben 2015 ein Intensivfahrtraining absolviert

  • Seit 1987 gibt es einen CityBus Verkehr in Amstetten, seit dem Jahr 1995 sind die City Busse in den Amstettner Stadtfarben Blau und Weiß lackiert

  • Vorverkaufstickets gibt es in Trafiken sowie im SPAR-Markt in der Parksiedlung, alle anderen Tickets im Bus