Erstellt am 16. April 2016, 06:04

von Heribert Hudler

Ostarrichi-Museum: Eröffnung steht bevor. Mit der Dauerausstellung „Entdecke Österreich“ ist das Museum Ostarrichi seit 2006 ein Geheimtipp in der heimischen Museumslandschaft. Am 22. April öffnet es wieder.

Museumsmanagerin Elisabeth Braun und Bürgermeister Gottfried Eidler mit den Kulturvermittlern Leopold Wieser, Randegg, Lisa Übellacker, Rosenau, Franz Grimm, Steinakirchen/F., Alexander Wallner, Marbach/Donau, Robert Aigner, Purgstall, Christa Pfiffinger, Amstetten, Johannes Ecker, Neuhofen/Ybbs, Heidemarie Zehetner, Stephanshart, und Helga Steinacher bei einem Schulungsmeeting. Foto: Heribert Hudler  |  NOEN, Heribert Hudler

Am 22. April ist es so weit: Ein runderneuertes Museum mit neuen Medien und Inhalten für alle Besuchergruppen eröffnet in Neuhofen.

Erwachsene können ihr Geschichtswissen vertiefen und dabei neue Fakten entdecken. Für Kinder und Jugendliche wird der Umgang mit Geschichte nun spielerisch: Auf Familien wartet Wissen und Rätselspaß.

In heimischer Museumslandschaft etabliert

Seit zehn Jahren gibt es in Neuhofen/Ybbs nun schon die Dauerausstellung „Entdecke Österreich“. Sie hat bisher nicht nur zahlreiche Besucher angezogen, es gab auch viel Lob aus der Fachwelt.

Das Museum Ostarrichi hat sich in der heimischen Museumslandschaft etabliert, und zwar als einziges Haus, in dem die gesamte Geschichte Österreichs entdeckt werden kann – und das lange bevor Land und Bund ihr „Haus der Geschichte“ Wirklichkeit werden lassen.

In Neuhofen will man auch weiterhin voraus sein und so haben die Museumsbetreiber die Ausstellung nach zehn Jahren einer Runderneuerung mit moderner Technik und neuen Inhalten unterzogen.

Reise in die „Buntheit“ des alten Österreichs

Und das ist neu: Sieben moderne Touchscreens mit viel Hintergrundinfos, Videos, die Geschichte erlebbarer machen, „Rätselspaß“ für die jüngeren Besucher, für die alles noch spannender wird. Da kann man zum Beispiel einer uralten Wachauerin begegnen, der 36.000 Jahre alten „Fanny von Stratzing“: das älteste Kunstwerk Österreichs und gleichzeitig die erste Frauendarstellung.

Man kann sich in die „Buntheit“ des alten Österreichs zurückversetzen und eine exotische Reise durch die multikulturelle österreichisch-ungarische Monarchie machen. Oder man kann sich überraschen lassen, wenn man am Bundesländerbildschirm z. B. Kärnten „antoucht“ und plötzlich sieht, dass es einmal vom Ennstal bis an die Adria gereicht hat. Das war übrigens auch 996, als zum ersten Mal der Name Österreich überliefert wurde.

Ab 22. April steht auch ein qualifiziertes Kulturvermittler-Team im Museum zur Verfügung. „Mit geschulten Erzählstrategien wird die Vermittlung zum Erlebnis und der Funke der Begeisterung auf die Besucher überspringen“, ist Bürgermeister Gottfried Eidler überzeugt.