Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:18

von Hermann Knapp

Parkplätze morgens akute Mangelware. Pendler geraten in der Früh oft in Stress, wenn sie in den Parkhäusern vergeblich nach einem freien Abstellplatz suchen.

Die Parkdecks beim Bahnhof und in der Eggersdorfer Straße sind am Morgen immer voll. Ab etwa 6.30 Uhr hat man kaum noch eine Chance, einen freien Platz zu finden. Für viele Pendler, die ihren Zug erwischen müssen, ist das natürlich ein großes Problem.  |  NOEN, Anton Kovacs

Schon im Frühjahr gab es immer wieder Beschwerden von Autolenkern, dass in den Parkhäusern beim Bahnhof und in der Eggersdorfer Straße kaum freie Plätze zu finden seien. Pendler, die dort ihr Fahrzeug abstellten und mit der Bahn weiter fahren wollten, standen dann vor der Wahl „illegal“ zu parken oder ihren Zug zu versäumen. Damals glaubte man noch, dass die neue Park & Ride-Anlage in Blindenmarkt Erleichterung bringen werde, weil Pendler der Region vermehrt diese anfahren würden. Doch diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt.

„Tatsache ist, dass, wer nach 6.30 Uhr in die Parkhäuser kommt, kaum eine Chance hat, noch einen freien Platz zu finden. Und wenn man dann einen Zug erreichen muss, hat man natürlich ein Problem“, sagt der Kommandant der Stadtpolizei Johann Hellinger. Im Laufe des Tages würde sich die Situation dann deutlich entschärfen und es stünden wieder ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Zwar weisen Schilder im Parkhaus daraufhin, dass dort eigentlich nur Personen, ihre Fahrzeuge abstellen dürfen, die dann mit einem öffentlichen Verkehrsmittel weiterfahren, aber daran halten sich offenbar längst nicht alle.

Polizei kontrolliert mehrmals täglich

Die Polizei kontrolliert im Parkhaus mehrmals pro Tag. Hat jemand sein Auto so abgestellt, dass er andere Verkehrsteilnehmer behindert, wird natürlich auch gestraft.

Bürgermeisterin Ursula Puchebner ist sich des Problems der überfüllten Parkhäuser durchaus bewusst, hat aber auch keine Patentlösung parat. „Wenn man Plätze wirklich für Pendler reservieren will, dann braucht man wohl ein Schrankensystem. Die Ausfahrt dürfte dann nur mit Zugkarten möglich sein. Sich da ein Modell zu überlegen, wäre aber Aufgabe der Bahn.“ Die Idee klingt einfach, aber die Stadtchefin weiß natürlich, dass der Teufel im Detail liegt. „Denn es gibt ja die verschiedensten Bahnkarten. Manche Zuggäste drucken sie im Internet aus, andere haben Monats- oder Jahreskarten, wieder andere kaufen sie erst im Zug. Die Schrankenautomaten entsprechend zu programmieren, ist sicher sehr schwierig.“

Letztlich wird daher jenen Pendlern, die am Morgen sicher einen Parkplatz finden wollen, vorest nur eines übrig bleiben: „Wer schon zwischen fünf und sechs Uhr früh kommt, hat bestimmt kein Problem. Da gibt es noch genügend freie Abstellflächen“, sagt Hellinger.

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