Erstellt am 08. Juni 2015, 09:19

von Otmar Gartler

Pfarrsaal: Entscheidung gefallen. Nach elf Jahren Vertrag endlich unterzeichnet. Durchbruch zur Sanierung des St. Georgner Pfarrheimes.

Vertragsunterzeichnung (von links): Amtsleiter Georg Hahn, Theresia Hahn, Bürgermeisterin Liselotte Kashofer, Diözesanbischof Klaus Küng, Hermann Rosenthaler und Hubert Scheidl. Foto: Gemeinde St. Georgen/Ybbsfelde  |  NOEN, Gemeinde St. Georgen/Ybbsfelde
Seit elf Jahren ist der rund 50 Jahre alte und renovierungsbedürftige Pfarrsaal im Zentrum von St. Georgen/Ybbsfelde ein brennendes Thema.

Mit dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung zur „Abwicklung der Sanierung und zur Benützung des Pfarrheimes“ – sie wird grundbücherlich sichergestellt – durch Diözesanbischof Klaus Küng, Pfarrkirchenrat und Gemeinde wurden zahlreiche scheinbar unendliche Diskussionen beendet und der Startschuss zur Planung gegeben.

Studenten-Projektwettbewerb der TU Wien 2009

Bereits 2004 wurde vom Dorferneuerungsverein erstmals das Problem eines fehlenden „Gemeinschaftshauses“ als Veranstaltungszentrum angesprochen, da es im Ort kaum Möglichkeiten für Events gäbe.

Nach vielen Diskussionen und Überlegungen in den folgenden Jahren wurde 2009 ein Studenten-Projektwettbewerb durch die Technische Universität Wien ins Leben gerufen und 2010 präsentiert. Erste Verhandlungen, Gespräche und Abklärungen von Zuständigkeiten mit der Diözese folgten.

Der Durchbruch gelang nun durch die Einbindung von Diözesanbischof Klaus Küng in die Verhandlungen. Das Sanierungsprojekt sieht einen Kostenrahmen von 1,500.000 Euro inklusive Einrichtung für den öffentlichen Teil (Veranstaltungssaal, Stauraum, Foyer, WC-Anlage, Küche, Kellerraum und Außenflächen) vor.

Pfarre zu 100.000 Euro an Gemeinde verpflichtet

Als Gegenleistung für die Mindesteinräumungsfrist für das Benützungsrecht von 50 Jahren stellt die Marktgemeinde den geschätzten Betrag von 1,5 Millionen Euro als Sanierungsbeitrag und Investitionsbeitrag in Form einer Benützungsentgeltvorauszahlung zur Verfügung.

Die Pfarre verpflichtet sich einen Beitrag von 100.000 Euro in bar an die Marktgemeinde zu entrichten. Den nicht öffentlichen Teil hat die Pfarre selbst zu sanieren. Der Baubeginn soll 2016 erfolgen.