Erstellt am 12. Januar 2016, 01:28

von NÖN Redaktion

Pfeffersprayer ausgeforscht. Radler nahm in Amstetten Rucksack eines Russen mit. Als der ihnverfolgte und zur Rede stellte, besprühte dieser ihn mit Pfefferspray.

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Einen mutmaßlichen Rucksackdiebstahl am 18. November 2015 hat die Polizei geklärt. Ein 39-jähriger in Amstetten ansässiger Russe parkte damals seinen Wagen in der Villenstraße ein. Als er ausstieg bemerkte er, dass der Wagen zu nahe an einer Einfahrt stand. Er stellte seinen Rucksack auf der Fahrbahn ab, um das Auto nach vorne zu fahren.

Da kamen drei Radfahrer an der Stelle vorbei und einer schnappte sich den Rucksack. Der Russe verfolgte den Biker mit dem Auto, stellte ihn bei der Kreuzung Schulstraße/Jetzingerallee zur Rede und nahm ihm den Rucksack wieder ab. Als er schon im Auto saß, sprühte ihm der Radfahrer durch das offene Beifahrerfenster Pfefferspray ins Gesicht.

Obwohl die Amstettner Kriminaldienstgruppe nur eine vage Täterbeschreibung hatte, gelang es ihr, den Radler auszuforschen. Der Frühpensionist gibt zwar zu, den Russen mit Pfefferspray besprüht zu haben, leugnet aber die Absicht, den Rucksack zu stehlen. Er habe geglaubt, jemand hätte ihn vergessen und wollte ihn zur Polizei bringen.

Der Mann wird wegen versuchten Diebstahls, Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt. Er dürfte kein Pfefferspray mit sich führen, weil gegen ihn schon früher ein Waffenverbot ausgesprochen wurde.