Erstellt am 05. April 2016, 04:50

von Daniel Lohninger

Pröll-Schützenhilfe im Wahlkampf-Finale. Landeshauptmann sieht Wiener Neustadt – Co. als Vorbild für St. Pölten, Adl-Breitseite gegen die anderen Fraktionen.

Erwin Pröll (links) übergab neue Laufschuhe an Matthias Adl: „Am 17. April schau ich nach, ob noch Profil auf den Sohlen ist.“ Außenminister Sebastian Kurz (rechts) war als„Zeuge“ dabei.  |  NOEN, ZVg

"Wo die VP regiert, geht es den Menschen besser.“ Mit einer starken Ansage legte sich Landeshauptmann Erwin Pröll beim Auftakt für das VP-Wahlkampf-Finale fest: Die St. Pöltner VP habe das Potenzial, in der Landeshauptstadt mehr Verantwortung zu übernehmen. Die VP sei bereits jetzt ein wichtiger Ideengeber und der Aufschwung der Stadt sei auch eine Konsequenz daraus, dass das VP-dominierte Land in den vergangenen Jahrzehnten mehr als drei Milliarden Euro in die Stadt investiert habe. „Aber jede einzelne Stimme muss hart erkämpft werden“, betonte der Landes-VP-Chef.

„Rennen, rennen, rennen“ proklamierte folglich Wahlkampf-Manager Florian Krumböck als Motto für das aus 84 Kandidaten bestehende Team. Die VP biete im Unterschied zu allen anderen Fraktionen die Chance, den eigenen Wunsch-Kandidaten direkt in den Gemeinderat zu wählen.

Darauf setzt auch VP-Spitzenkandidat Matthias Adl. Inhaltlich strich er vor allem die plakatierten VP-Themen Lup, Domplatz und Sonnenpark hervor. Punkto Swap forderte Adl vergeblich, dass der Vergleich nicht abgeschlossen werde. Dem Staatsanwalt werde in dieser Causa jedenfalls eine Sachverhaltsdarstellung vorgelegt, so Adl: Eine Anzeige gegen Stadler müsse – anders als im NÖN-Bericht der Vorwoche angedeutet – aber nicht zwingenderweise folgen.

Hart ins Gericht ging der VP-Spitzenkandidat mit den Mitbewerbern: Dass von den vier FP-Gemeinderäten im Wahlkampf jeder einen anderen Weg geht, kommentierte Adl damit, dass die „Blauen mit der auf Plakaten geforderten Nächstenliebe bei sich selber anfangen sollen“. Die Grünen seien ein „zerstrittener Haufen“ und bei der SP sei „Stadler das einzige Programm“. Über BLÜH und NEOS wolle er ohnehin nicht reden: „Die sind keine St. Pöltner und kennen sich folglich in St. Pölten nicht aus.“ Einzige Garant dafür, dass in St. Pölten in den nächsten fünf Jahren was weitergehe, sei die VP.