Erstellt am 16. April 2016, 14:08

von APA/Red

Projekte in vier Gemeinden. Hohe Ziele haben sich die Organisatoren des Gesundheitsforums Seitenstetten"Praevenire" am Samstag gesetzt.

Stift Seitenstetten. Foto: Diözese St. Pölten  |  NOEN, Diözese St. Pölten
In vier österreichischen Gemeinden sollen über ein Jahr hinweg Gesundheitsförderungsprogramme laufen, die auch begleitend auf ihren Effekt evaluiert werden. Es geht um Impfungen, Lungen- und psychische Gesundheit sowie um Diabetes und andere chronische Erkrankungen.

Drei Tage lang haben bei der Veranstaltung in dem niederösterreichischen Stift in- und ausländische Experten - darunter auch vier Ex-Gesundheitsminister aus Ungarn, Slowenien, Großbritannien und Chile - sowie die Vertreter von vier österreichischen Partnergemeinden diskutiert, wie man in Zukunft auf lokaler Ebene nachhaltig die Gesundheit der Bevölkerung verbessern könnte.

Einzelne Regionen viel zu unterschiedlich 

"Alles, was möglich ist, sollte in Regionen und in die Gemeinden kommen", hatte beispielsweise am Freitag der Schweizer Gesundheitsökonom Willy Oggier erklärt. Einzelne Regionen seien in den kleinräumigen europäischen Staaten, zum Beispiel auch die Schweiz, viel zu unterschiedlich als dass dort nationale Gesundheitskampagnen wirklich bei den Adressaten ankommen würden.

Der ehemalige britische Gesundheitsminister und nunmehrige Europaparlamentsabgeordnete (Konservative) John Bowis hatte betont, dass die Einbindung von lokalen Meinungsbildnern einen längeren Atem als die "große Politik" mit ihren Wahlzyklen habe. "Auf Gemeindeebene bleiben die Meinungsbildner über die Legislaturperioden hinweg oft lange Zeit erhalten."

Genau darauf zielen die Projekte ab, welche nun im kommenden Jahr mit der Expertise von Experten und den lokalen Verantwortlichen durchgeführt werden sollen. "Gemeinsam vorsorgen Pöggstall" (NÖ), "Durchatmen in Haslach" (OÖ), "Mentale Fitness Bruck an der Mur" (Stmk) und "Chronisch gesund Satteins" (Vorarlberg). In der niederösterreichischen Gemeinde geht es ums Impfen, in der oberösterreichischen um die Lungengesundheit, inBruck/Mur um die Förderung der psychischen Gesundheit und in Satteins schließlich speziell um Diabetes und damit in Verbindung stehende chronische Erkrankungen.