Erstellt am 15. Juni 2016, 04:25

von Hermann Knapp

Pulsschlag für die Amstettner City. Junge Amstettnerin machte sich Gedanken über die Innenstadtbelebung. Ihre Diagnose: Amstetten fehlt Modernität.

Alexandra Höbarth wird ihre Vorschläge und Ideen zur Belebung der Innenstadt am 16. Juni im eheamligen Zoo1-Geschäft präsentieren. Foto: Hermann Knapp  |  NOEN, Hermann Knapp

„Neuer Pulsschlag für Amstetten“: Unter diesem Motto hat sich die 25-jährige Architekturstudentin Alexandra Höbarth in ihrer Diplomarbeit Gedanken über die Belebung der Innenstadt gemacht. Die Ist-Analyse bescheinig dem Zentrum in weiten Bereichen (nicht überraschend) zu wenig Atmosphäre und Aufenthaltsqualität.

Natürlich wird auch der Leerstand als Problem erkannt, resultierend aus der Abwanderung von Geschäften ins CCA und aus dem Unwillen von Hausbesitzern zu Investitionen.

Bauernmarkt als Ansatzpunkt am Hauptplatz

Insgesamt kommt Höbarth zum Schluss, dass Amstetten eine Vision brauche. Vor allem müsse sich die Innenstadt von der reinen Handelsfunktion weg und hin zu einem Ort der Kommunikation entwickeln. Zu erreichen ist das nach Ansicht der Architekturstudentin mit vielen niederschwelligen und daher auch kostengünstigen Maßnahmen. Zwei Beispiele dafür:

Am Hauptplatz biete der Bauernmarkt einen Ansatzpunkt. Höbarth schlägt vor, einen fixen Marktstand zu installieren, an dem regionale Produkte verkauft werden sollen. Zugleich soll dieser Marktstand (aus Holz) durch eine asymmetrische moderne Gestaltung als Blickfang dienen.

In der Wiener Straße könnte im Erdgeschoß eines Gebäudes eine offene Werkstatt mit integrierter Verkaufs- und Ausstellungsfläche eine Belebung vorantreiben. Im Obergeschoß soll es Wohngemeinschaften geben, wo jene gemeinsam leben, die in den Werkstätten arbeiten.

Insgesamt fehlt es Höbarth in Amstetten an Modernität. Um den Wohlfühlfaktor im Zentrum zu stärken, brauche es eine Freiraumgestaltung mit mehr Grünflächen, vielen Sitzgelegenheiten und Elementen wie einem „offenen Bücherladen!“

Am Donnerstag (16. Juni) präsentiert Alexandra Höbarth ihre Arbeit um 19 Uhr im ehemaligen Zoo1-Geschäft in der Wiener-Straße und lädt auch zur Diskussion ein. Bis 19. Juni werden dort ihre Vorschläge auch ausgestellt sein.