Erstellt am 05. Januar 2016, 04:28

von Hermann Knapp

Putzpersonal für Flüchtlinge? „Das ist glatte Lüge“. FPÖ behauptet in Gemeindekurier, dass es Putzpersonal für Flüchtlinge gäbe. Für Ortsvorsteher Anton Ebner verbreitet sie damit bewusst Unwahrheit.

In der Dezember-Ausgabe des FPÖ-«Gemeindekurier« schreibt Stadträtin Brigitte Kashofer von »Putzpersonal für Zuwanderer«. Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN
Hellauf empört ist Ortsvorsteher Anton Ebner über eine Aussage in der Dezemberausgabe des „Freiheitlichen Gemeindekuriers“. Darin heißt es wörtlich: „Auch in den Containerdörfern in Waldheim und Mauer gibt es Putzpersonal für die gnädigen Damen und Herren Zuwanderer“. (Seite 2 unter dem Titel „Die Heiligsprechung der Flüchtlinge“).

„Da wird bewusst Stimmung gemacht“

„Das ist eine glatte Lüge. Es gibt natürlich kein Putzpersonal. Es ist ungeheuerlich, dass die Freiheitlichen so etwas behaupten“, ist SP-Ortsvorsteher Anton Ebner erbost. „Da wird bewusst Stimmung gegen die Asylwerber gemacht. Das Foto zum Artikel, das eine verschmutzte Wiese zeigt, hat mit Mauer und Waldheim überhaupt nichts zu tun. Angeblich wurde die Aufnahme in Ungarn gemacht.“

Tatsächlich, so Ebner, putzen in Waldheim und Mauer natürlich die Flüchtlinge selbst. „Es gibt einen Plan, wann was zu reinigen ist und der wird eingehalten. Interessant ist, dass die Männer die Sanitärcontainer putzen und nicht die Frauen. Jedenfalls funktioniert das tadellos“, sagt er.

FP-Parteichefin Brigitte Kashofer kann die Quelle ihrer Information über das angebliche Putzpersonal nicht benennen: „Ich lese viel und habe auch das irgendwo gelesen, ich weiß jetzt aber nicht mehr genau wo. Vermutlich in einer Zeitung.“

Dass die Flüchtlinge überall sehr viel Schmutz hinterlassen würden, dafür gäbe es als Beweis ja viele Fotos, sagt die Stadträtin: „Für mich sind die Flüchtlinge Reisende, denen es egal ist, wie es nach ihrem Aufenthalt ausschaut.“ Ebner betont, dass in den Containerdörfern auch im Außenbereich Ordnung herrsche: „Die FPÖ lässt nichts unversucht, um Stimmung gegen die Flüchtlinge zu machen.“