Erstellt am 08. März 2016, 04:04

von Beate Steiner

Reden über REDpoint. Promi-Runde sprach über das Hauptstadtjubiläum im vonder SP eröffneten Service-Center. Darüber erregten sich die Grünen.

Talkrunde im REDpoint zu 30 Jahre Landeshauptstadt: Norbert Steiner, Ernst Höger, Hubert Wachter, Matthias Stadler, Thomas Kainz, Mimi Wunderer-Gosch und Herbert Binder (v. l.).Herbert Käfer  |  NOEN, Herbert Kaefer

"Wir wollten einen Platz zum Reden schaffen, dabei auf unsere sozialen Wurzeln nicht vergessen" erklärte Bürgermeister Matthias Stadler bei der Eröffnung. Herausgekommen ist REDpoint, das Servicebüro in der Wiener Straße.

Mit dem Treffpunkt habe die SPÖ zumindest teilweise die grüne Idee eines Bürgerhauses umgesetzt, in dem kostenfreie Räumlichkeiten für alle zur Verfügung stehen sollen, beklagt sich Monika Krampl, Sprecherin der Grünen: „Stadler hatte unsere Vorschläge in der Schublade.“ Auch grüne Themen wie Transparenz, öffentlicher Verkehr oder regionale Ernährung würden von anderen vor der Wahl proklamiert, so Krampl.

Dass die SP abkupfert, lässt Sprecher Benjamin Jaquemar nicht gelten: „REDPoint ist kein Bürgerhaus, sondern ein lebendiger Ort des Austausches, wo über Ziele und Visionen der SPÖ Niederösterreich informiert wird und wo verschiedene Veranstaltungen stattfinden.“ Ein RED gebe es übrigens schon seit einem Jahr auch in St. Valentin, sagt Jaquemar.

In St. Pölten jedenfalls redete bei der Eröffnung eine illustre Runde über den Tag der Wahl, den zur Landeshauptstadt vor 30 Jahren. Mit dabei Landeshauptstadtplaner Norbert Steiner, der ehemalige Pressehaus-Geschäftsführer Herbert Binder und Mimi Wunderer-Gosch, ehemalige Festspielhaus-Intendantin und Gründerin der Bühne im Hof. Und der damalige Landeshauptmann-Stellvertreter Ernst Höger, der bei der Diskussion betonte: „Vor allem durch den parteiübergreifenden Konsens ist es gelungen, St. Pölten als Hauptstadt zu installieren.“