Amstetten

Erstellt am 27. Juni 2016, 09:47

von Hermann Knapp

Ein Ort der Begegnung in Amstetten. Stadt wird das Gebäude sanieren. Es soll künftig für Ausstellungen, Konzerte, Treffen von Vereinen und mehr offen stehen.

Die Zukunft von Schloss Edla ist entschieden. Es soll um rund 1,6 Millionen Euro saniert werden und eine multifunktionale Verwendung finden.  Foto: Wolfgang Kapf  |  Wolfgang Kapf

Die Gemeinde wird rund 1.640.000 Euro in die Sanierung von Schloss Edla investieren. „Die Decken zwischen dem Erdgeschoß und dem ersten Obergeschoß werden verstärkt und es wird auch ein Lift eingebaut, um Barrierefreiheit herzustellen“, sagt Kulturstadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig.

„Können fast Vorschläge und Wünsche realisieren“

Nächstes Jahr wird geplant, 2018 und 2019 gebaut und 2020 das Projekt ausfinanziert. Am Montag der Vorwoche präsentierte die Stadt bei einem Infoabend, zu dem die Teilnehmer des Workshops im Dezember 2014 eingeladen waren, das künftige Nutzungskonzept. „Wir können fast alle damals eingereichten Vorschläge und Wünsche realisieren“, freut sich Königsberger-Ludwig.

Es wird einen Multifunktionsraum für etwa 60 Personen geben, Beratungsräume, eine Teeküche und Räume für Zusammenkünfte von Vereinen. Auch ein Veranstaltungsraum für kleinere Ausstellungen beziehungsweise Kammerkonzerte ist geplant. Das oft gewünschte öffentlich zugängige WC für Erholungssuchende im Edlapark soll ebenfalls realisiert werden.

Stadtarchiv: Analyse sprach klar gegen Standort

Ganz sicher nicht im Schloss untergebracht wird das Stadtarchiv. „Die Raumbedarfsanalyse, die Stadtarchivar Thomas Buchner durchgeführt hat, spricht klar gegen diesen Standort“, sagt Königsberger-Ludwig.

Unter anderem steht auch das niederösterreichische Archivgesetz der angedachten Trennung des Verwaltungsarchives und des geschichtlichen Archives entgegen.

„Auf jeden Fall soll es im Schloss aber auch Präsentationsräume für das Archiv geben, wo wichtige Funde und Dokumente aus der Geschichte der Stadt zu bewundern sein werden. Das fehlt uns derzeit im Archiv ja. Die Exponate werden auch in regelmäßigen Abständen wechseln“, sagt Königsberger-Ludwig. Die bisher im Schloss veranstalteten Keramik- und Töpferkurse der Volkshochschule werden ab dem Kursjahr 2017/18 im ehemaligen Berufsschulinternat in der Anzengruberstraße stattfinden.