Erstellt am 22. Oktober 2015, 11:42

von Hermann Knapp

Schotterabbau: Mit Wunsch allein auf weiter Flur. Allhartsberger möchte sein Grundstück verwerten, doch es ist zu klein. Nachbarn haben aber kein Interesse.

Für Bürgermeister Anton Kasser ist ein Schotterabbau auf Allhartsberger Boden in den nächsten 15 Jahren kein Thema. Foto: Heribert Hudler  |  NOEN, Hudler

Johann Riedler besitzt in Allhartsberg ein Grundstück auf Höhe des Wirtschaftsparks Kematen, das voller Schotter ist, und er würde diesen auch gerne abbauen lassen.

Der Haken: Sein Areal allein ist nicht groß genug, um für eine Schotterfirma attraktiv zu sein und die anderen Grundbesitzer in diesem Bereich (darunter auch Bürgermeister Anton Kasser) halten nichts davon.

„Öffentliche Mittel würde es sicher nicht geben“

Für Riedler ist das unverständlich. Seiner Ansicht nach würde ein groß angelegter Schotterabbau auf Allhartsberger Gebiet auch den Bau einer weiteren Ybbsbrücke zum Wirtschaftspark hinüber mit sich bringen.

Für den Allhartsberger Bürgermeister Kasser sind die Aussagen Riedlers nicht neu, ein Schotterabbau auf seinem Gemeindegebiet sei aber kein Thema. Dass eine weitere Brücke über die Ybbs Richtung Wirtschaftspark ihre Vorteile hätte, will Kasser gar nicht leugnen. „Öffentliche Mittel für den Bau würde es aber sicher nicht geben.“

Klar ist inzwischen, dass ein möglicher Schotterabbau auf Allhartsberger Gebiet verfahrenstechnisch nach dem Mineralölgesetz abgewickelt würde. Solange kein anderer Grundbesitzer in Allhartsberg seine Flächen für einen Schotterabbau zur Verfügung stellt, spielt das aber ohnehin keine Rolle.

„Ich gehe davon aus, dass da in den nächsten 15 Jahren gar nichts passiert“, sagt Kasser. Auch der Hausmeninger Ortsvorsteher Egon Brandl bezeichnet das Kapitel als abgeschlossen.