Erstellt am 06. September 2015, 05:47

von NÖN Redaktion

Schwester Michaela: „Rede gerne von Jesus“. Schwester Michaela Gehart feierte Jubiäum und wechselt von der Radio-Maria-Moderation in die Pfarrseelsorge von Seitenstetten.

Viele kennen Schwester Michaela Gehart vor allem als Radio-Maria-Moderatorin. Foto: Wolfgang Zarl  |  NOEN, Zarl
Die bekannte Ordensfrau Schwester Michaela Gehart feierte mit ihrer Gemeinschaft der Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens (FMM) und vielen Bekannten und Freunden in der Seitenstettner Stiftskirche ihr silbernes Professjubiläum.

Viele kennen Schwester Michaela aus Filmproduktionen und vor allem als Radio-Maria-Moderatorin. Allerdings wechselt die fröhliche und immer gut aufgelegte Schwester jetzt in die Pastoral der Pfarre Seitenstetten. Nervös hat sie ihr Jubiläum nicht gemacht: „Stattdessen ist mir vieles klarer geworden, was im Leben Bestand für die Ewigkeit hat.“

Schwester seilte sich von der Basilika ab

Festprediger Subprior Florian Ehebruster meinte, dass man an der Person der Schwester Michaela die Freude am Evangelium spüren könne, sie sei ein Vorbild. Schwester Michaela selbst ist es wichtig, Missionarin zu sein: „Ich rede gerne von Jesus, wenn ich danach gefragt werde, und will mit den Menschen unterwegs sein in allem, was sie erleben!“

In der Glaubensverkündigung geht sie auch durchaus unkonventionelle Wege. Bei einer Pressekonferenz zur österreichweit durchgeführten „Langen Nacht der Kirchen“ seilte sie sich zum Beispiel mutig unter dem Motto „Ich hänge an meiner Kirche“ von der Basilika Maria Taferl ab.

Die ausgebildete Pastoralassistentin engagiert sich schon seit Jahren in der Pfarre Seitenstetten und im diözesanen Berufungshaus Gennesaret, das im Stift Seitenstetten untergebracht ist. Dort unterstützt sie junge Erwachsene bei der Entscheidung für ein geistliches Leben oder zur Gründung einer Familie. „Zuerst muss man wissen, wie die eigene Beziehung zu Gott aussieht, erst dann kann man sie selber vermitteln.“

In ihrer Freizeit bastelt Schwester Michaele gerne und interessiert sich für Heilkräuter, aus denen sie Seifen und Salben für den eigenen Gebrauch herstellt. Auch die Musik hat es ihr angetan und da nicht nur die Klassik, sondern auch Songs wie Whitney Houstons „I will always love you“. „Das kann man nämlich auch sehr gut für Gott singen“, sagt die Schwester.

Die große Reise

Bekannt wurde Schwester Michaela auch durch den Dokufilm „Die große Reise“, die ein wichtiges Kapitel ihres Ordens erzählt: den Auszug ihrer Gemeinschaft aus dem zu groß gewordenen Kloster aus Eichgraben.

Ein Teil der Schwestern übersiedelte nach Wien, die anderen fanden in Seitenstetten ihr neues Zuhause.

„Der Film spielte lange in den Kinos und es kamen E-Mails und Briefe, in denen Menschen erzählen, wie sie zum Nachdenken über ihr Leben gekommen sind.“