Erstellt am 18. Juli 2015, 06:31

Bürgermeister Raidl ist „stolz auf unser Wahrzeichen“. Bürgermeister Thomas Raidl über seine persönliche Beziehung zum Sonntagberg.

Für den Sonntagberger Bürgermeister Thomas Raidl begann die Faszination für den Sonntagberg schon in seiner Kindheit im »Rosenauer Glasscherbenviertel«.  |  NOEN, privat

Aufgewachsen am Fuße des Sonntagbergs im sogenannten „Rosenauer Glasscherbenviertel“ war für mich die hoch am Berg gelegene und weithin sichtbare Basilika schon immer ein besonderer Magnet. Als Bub war ich fasziniert von den vielen auswärtigen Wallfahrern und Gästen, welche den Sonntagberg besuchten.

Mit dem Großvater zu Fuß auf den Sonntagberg

Mit dem Großvater ging ich des Öfteren zu Fuß auf den Sonntagberg. Dabei lernte ich als junger Mensch die Wälder und Wiesen mit ihrer einzigartigen Fauna und Flora kennen. Die obligaten Schulausflüge und Kirtagsbesuche fielen ebenfalls in meine Kinder- und Jugendzeit.

Für uns Rosenauer Kinder und Jugendliche war der Sonntagberg auch der ideale Berg zur Ausübung des Wintersports. In den früheren schneereichen Wintern konnte man von der Basilika bis Gleiß direkt mit der Rodel fahren. Auf den Nordhängen fuhren wir Ski auf selbst getretenen Pisten und sprangen über Schanzen, die wir aus Schnee anfertigten.

In Zeiten, wo es noch keine SAT-Schüssel und kein Internet gab, war es etwas Besonderes, dass man im Gasthof Lagler auch deutsches Fernsehen empfangen konnte und es war ganz ungewöhnlich, nicht nur die bekannten ORF-Gesichter im Fernsehen zu erblicken.

Ein Ort, wo man gut innehalten kann

Der Sonntagberg ist natürlich auch ein Ort, wo man gut innehalten kann – entweder beim Besuch der heiligen Messe oder beim Genuss einer musikalischen Veranstaltung, wie den sonntäglichen Orgelkonzerten in den Sommermonaten. Aber auch nur still in der Basilika zu verweilen, gibt Kraft und beruhigt ungemein.

Neben der Bedeutung als Wallfahrtsort ist der Sonntagberg durch seine exponierte Lage und wegen des besonderen Panoramablicks auch ein touristischer Anziehungspunkt.

In meiner langjährigen Tätigkeit als Gemeinderat und in den letzten Jahren als Bürgermeister der Marktgemeinde Sonntagberg habe ich natürlich noch eine ganz besondere Beziehung zur Basilika. Wir Sonntagberger sind sehr stolz auf „unser“ Wahrzeichen und freuen uns, dass in den nächsten Jahren so viele Aktivitäten gesetzt werden, damit dieser wunderbare Ort auch für die zukünftigen Generationen dementsprechend erhalten bleibt.


In der Serie „Mein Sonntagberg“ präsentiert die NÖN ganz persönliche Geschichten über den Wallfahrtsort. Wer seine Geschichte ebenfalls in der NÖN erzählen möchte, kann sich unter redaktion.ybbstal@noen.at oder unter 07442/52202 melden.

Nächste Termine: Im Juli und August findet jeden Sonntag um 12 Uhr der Orgelmittag in der Basilika am Sonntagberg statt.