Erstellt am 11. Februar 2016, 04:28

von Daniel Lohninger

Plakate mussten weg. Nach Kritik an Aufstellern: Traisenbrücke bleibt künftig plakatfrei. FP schlägt freiwillige Beschränkung der Parteien vor. Nur Grüne wollen weitgehend auf Plakate verzichten.

Einigen sind Plakate auf der Traisenbrücke im Weg. Foto: Kazic  |  NOEN, Kazic

Noch verunstalten keine Wahlplakate die Stadt. Dennoch sorgen sie bereits für Diskussionen. Auslöser waren die Plakate des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer auf der Wagramer Traisenbrücke.

„Illegal und gefährlich.“ So beschreibt Walter Heimerl in einem Leserbrief die Situation. Der Rad- und Fußweg werde dadurch auf 1,3 Meter eingeschränkt, obwohl gesetzlich 2,5 Meter vorgeschrieben seien.

Otzelberger: „Plakatflut auf erträgliches Maß reduzieren“

Der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer betont, dass er mit der Aktion rund um den 12. Februar auf den Bürgerkrieg von 1934, aber auch auf die gegenwärtig ständig steigende Gewalt der Worte auf rechter Seite und den Wert der Demokratie hinweise.

„Nach dem 12. Februar kommen die Plakate wieder weg“, versichert Bezirksvorsitzender Harald Ludwig. Am Montag verfügte der Magistrat, dass die Plakate sofort weg müssen – die Wagramer Brücke bleibt auch künftig plakatfrei.

Für die Stadt-FP ist die Plakataktion auf der Traisenbrücke jedenfalls Anlass genug, ein Wahlkampf-Abkommen aller Parteien zu fordern. Ziel solle es sein, dass die Parteien freiwillig die Zahl der Plakate begrenzen, so Otzelberger: „Die Plakatflut sollte auf ein erträgliches Maß reduziert werden.“

Grüne wollten „ursprünglich ganz auf Plakate verzichten“

„Die SP hat sehr viele Themen und Schwerpunkte, die wir gerne im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten kommunizieren wollen“, meint SP-Sprecher Benjamin Jaquemar dazu. Die FP könne aber gern auf ihre Plakate verzichten.

Die VP betont, dass sie auch „ohne blaue Zurufe einen sparsamen Wahlkampf“ führen werde, ein konkreter Vorschlag zur Plakatreduktion der FP fehle derzeit jedenfalls.

„Ursprünglich wollten wir ganz auf Plakate verzichten“, erklärt Nicole Buschenreiter von den Grünen. Einige Plakate werden aber doch affichiert – „damit es nicht aussieht, als hätten wir an der Wahl kein Interesse.“