Erstellt am 23. Dezember 2015, 04:08

von Hermann Knapp

Stadt Amstetten stellt wichtige Weichen. Entwicklungskonzept ist in Arbeit. Politik legt fest, was baulich künftig in welchem Bereich Amstettens möglich sein soll.

 |  NOEN, NÖN/Hermann Knapp
Die Stadt arbeitet eifrig an einem neuen Entwicklungsplan. Darin wird festgelegt, wo künftig Bauland und wo Betriebsgebiet entstehen könnte, wo es Naturräume braucht, aber auch, wo neue Straßen verlaufen könnten.

„Als Stadt muss man die großen Linien vorgeben“

„Es ist ein intensiver Prozess, den wir bis Sommer 2016 abgeschlossen haben wollen. Dann werden wir das Konzept natürlich auch der Bevölkerung präsentieren“, sagt Bauamtsdirektor Manfred Heigl. Seine Abteilung ist federführend bei der Erstellung des Entwicklungsplanes und erstellt die Grundlagen, die die Stadtpolitik für ihre Entscheidungen benötigt.

Dass vermutlich nicht alle Grundbesitzer mit den Plänen der Gemeinde einverstanden sein werden, liegt auf der Hand. „Aber als Stadt muss man einfach die großen Linien vorgeben, sonst wäre überhaupt keine Entwicklung mehr möglich“, sagt Heigl.

Das Konzept wird nach seiner Fertigstellung auch sechs Wochen für die Bürger zur Einsicht aufgelegt. In diesem Zeitraum haben die Amstettner dann auch die Möglichkeit, Einsprüche zu erheben.

Gemeinderat hat auch Bausperren erlassen

„Schon im Jahr 1990 hat die Stadt ja eine Art Entwicklungsplan beschlossen. Seitdem hat sich aber viel getan und daher ist eine neue Weichenstellung für die nächsten 20 bis 30 Jahre wichtig“, sagt Heigl. Außerdem ist ein derartiges Konzept in der Raumordnung nun auch vorgeschrieben.

Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 9. Dezember außerdem Bausperren für Teilgebiete der Stadt erlassen (befristet auf zwei Jahre mit Verlängerungsmöglichkeit um ein Jahr). „Bausperre ist aber nicht Bauverbot. Das heißt, dass trotzdem Umbauten, Zubauten oder auch Neubauten in diesen Bereichen möglich sind, wenn sie nicht dem Entwicklungskonzept zuwiderlaufen“, erklärt Heigl.

Ein zeitlich unbegrenztes Bauverbot wurde für den Bereich Höf erlassen. Dieses gilt sowohl für unbebautes Bauland als auch für Teilflächen bebauter Grundstücke. Denn diese liegen im Bereich eines HQ100.