Amstetten

Erstellt am 16. Mai 2017, 04:28

von Hermann Knapp

Amstettens VP will Warnung vor Radar. VP will bei Ortseinfahrten die Autofahrer mit Tafeln auf Tempomessungen im Stadtgebiet hinweisen. SPÖ ist eher skeptisch.

VP-Vizebürgermeister Dieter Funke will nicht, dass die Autofahrer sich durch die Radarstationen abgezockt fühlen. Daher schlägt er vor, bei den Ortstafeln Schilder anzubringen, die darauf hinweisen.  |  NOEN, privat

Die beiden Radarfallen in der Wienerstraße (beim Interspar) und in der Stadionstraße bescheren der Stadt gemeinsam mit einem mobilen Radargerät und den Radarpistolen, die die Stadtpolizei im Einsatz hat, ein schönes Körberlgeld. Im Jahr 2016 spülten sie (ab August) 157.215 Euro und im Jahr 2017 schon 275.425 Euro in den Gemeindesäckel.

„Wir müssen auch an den Handel denken“

Vizebürgermeister Dieter Funke ist darüber aber nur bedingt froh. „Denn wir wollen ja nicht, dass die Autofahrer das Gefühl der Abzocke bekommen, sondern wir wollen, dass langsamer gefahren wird. Es geht vor allem um die Verkehrssicherheit“, sagt der VP-Politiker. Er brachte daher im Gemeinderat im Namen seiner Partei den Dringlichkeitsantrag ein, die Ortsschilder mit Zusatztafeln zu versehen (oder daneben eigene Tafeln aufzustellen), die die Autofahrer auf die Möglichkeit von Geschwindigkeitsmessungen im Stadtgebiet hinweisen.

„Wir müssen auch an den Handel denken. Kunden von auswärts, die eine Radarstrafe zahlen, kommen bestimmt nicht gerne wieder nach Amstetten. Darum finden wir es nur fair, sie auf die Tempoüberwachung hinzuweisen“, betonte Funke.

Während die Obfrau des Verkehrsausschusses, FPÖ-Stadträtin Brigitte Kashofer, durchaus Zustimmung für den Antrag signalisierte, kamen von der SPÖ auch Bedenken. „Zusätzliche Taferln bei der Ortseinfahrt erhöhen nicht die Verkehrssicherheit und grundsätzlich zeigen ja die Verkehrszeichen, wie schnell in der Stadt gefahren werden darf. Jeder Autofahrer hat einen Führerschein gemacht und weiß daher, dass er sich an Tempolimits zu halten hat“, sagt SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner.

Der Antrag wurde vom Gemeinderat dem Ausschuss Recht und Verwaltung zur weiteren Beratung zugewiesen.

 

Umfrage beendet

  • Ist es sinnvoll, vor Radar zu warnen?