Erstellt am 06. Juli 2015, 15:21

von Ingrid Vogl und Andreas Kössl

Triumph für Vanessa, Platz 4 für Gerhard. Die 14-jährige Ennsdorferin Vanessa Prinz setzte sich bei „NÖN sucht das größte Talent“ durch und gewann 5.000 Euro.

Den hervorragenden vierten Platz erzielte Gerhard Kößl aus Waidhofen  |  NOEN, Erich Marschik

Die NÖN suchte in den vergangenen Monaten wieder nach dem größten Talent  – und fand es in der 14-jährigen Ennsdorferin Vanessa Prinz. Sie setzte sich gegen 800 Kandidaten durch und durfte am vergangenen Donnerstag beim Finale in Grafenwörth über 5.000 Euro Siegesprämie jubeln.

Ennsdorfs Bürgermeister: „Sie war heute wirklich gut“

Bereits vor drei Jahren war Vanessa Prinz bei der NÖN-Talentesuche mit dabei, kam damals aber noch nicht ins Landesfinale der besten 12. „Da ist eine Welt zusammengebrochen“, erinnert sich Ennsdorfs Bürgermeister Alfred Buchberger. Umso mehr freut er sich über Vanessas diesjährigen Triumph. Der Ortschef hatte einen Bus organisiert und fieberte beim Finale im Grafenwörther Haus der Musik auch selbst mit seiner jungen Gemeindebürgerin mit.

„Ich kenne sie, seitdem sie auf der Welt ist. Und sie war heute wirklich gut“, war Buchberger vom Auftritt der 14-Jährigen schwer begeistert. Prinz ging mit Startnummer fünf ins Rennen und präsentierte die Leona-Lewis-Ballade „Run“. Obwohl die Stimme krankheitsbedingt einmal kurz abbrach, überzeugte die Stimmgewalt des Teenagers vor allem die prominent besetzte Jury rund um Flying-Pickets-Sänger Gary Howard.

„Mit dem Sieg hab ich absolut nicht gerechnet"

Deren Urteil machte 70 Prozent der Wertung aus, der Rest entfiel auf das Voting des Publikums. „In meinem Kopf ist noch alles durcheinander. Mit dem Sieg hab ich absolut nicht gerechnet, weil so viele Gute mit dabei waren“, erklärte Prinz nach ihrem großen Triumph. „Ich bin noch immer sprachlos“, meinte Mutter Andrea Prinz am Tag danach. Sie hatte sich beim Voting fast die Finger wund gedrückt.

„In der Viertelstunde bin ich 104 Mal durchgekommen“, erzählt sie lachend. Auch Bürgermeister Buchberger steuerte an die 40 Stimmen bei. „Andere Kandidaten hatten größere Fangruppen mit und waren vom Voting her im Vorteil. Vanessa hat das aber mit der Jurywertung kompensieren können. Zum Sieg verholfen hat ihr in erster Linie also ihr Talent“, analysierte der sichtlich stolze Ortschef das erfreuliche Ergebnis.

Mit „Unchained Melody“ auf Platz vier

Den hervorragenden vierten Platz erzielte Gerhard Kößl aus Waidhofen. Mit viel Gefühl und toller Bühnenpräsenz sang sich der Randegger Kapellmeister mit dem Evergreen „Unchained Melody“ der Righteous Brothers in die Herzen von Jung und Alt. Der 41-Jährige, der Angst hatte, für das Format zu alt zu sein, sorgte mit seinem Lied für den romantischsten Moment der Show.

„Es war eine tolle Erfahrung für mich, auch wenn ich schon mit etlichen Bands und Kapellen auf der Bühne gestanden bin. Es war echt irrsinnig cool“, so der Metallfacharbeiter bei Böhler, der neben der NÖ Militärmusik auch bei den „Randegger Buam“ spielte.