Erstellt am 06. Oktober 2015, 05:42

von Daniela Führer

Tierfriedhof: „Bedarf ist sicher da“. Die Bürgerliste „Für Amstetten“ sieht „höchste Zeit für einen Tierfriedhof“. Vizebürgermeisterin reagiert aufgeschlossen.

Gerhard Zauner, Johann Holzinger, Julian Zauner und Norbert Kunz (v.l.) sind überzeugt davon, dass sich tierliebende Menschen für ihre Haustiere einen Tierfriedhof wünschen. Foto: Schlemmer  |  NOEN, Daniela Schlemmer
„Es ist höchste Zeit, einen Tierfriedhof in der Stadt einzugliedern. Wir fordern daher von der Stadtgemeinde eine würdige Ruhestätte für Tiere“, erklären Norbert Kunz, Gerhard Zauner und Johann Holzinger von der Bürgerliste „Für Amstetten“.

Sie sind überzeugt, dass ein Tierfriedhof von allen Altersschichten angenommen werden würde, „denn der Schmerz ist groß, wenn man sein geliebtes Haustier nach vielen Jahren verliert. An die Tierverwertung gibt man seine Lieblinge nur schweren Herzens. Und sein Tier im Garten zu begraben ist für viele, die in einer Wohnung leben, leider nicht möglich.“



Über einen etwaigen Standort für einen Tierfriedhof haben sich die drei bereits Gedanken gemacht: „Er müsste zentral gelegen und mit dem öffentlichen Verkehrsnetz erreichbar sein. Das wäre durchaus auch in einem Ortsteil von Amstetten möglich.“

Auf Nachfrage der NÖN reagierte SPÖ-Vizebürgermeisterin Ulrike Königsberger-Ludwig aufgeschlossen. „Für mich ist die Idee jetzt neu, aber wir sagen sicher nicht von vornherein dazu Nein. Man muss sich ansehen, ob der Bedarf gegeben ist.“

Christine Hausleitner vom Tierschutzverein Amstetten ist überzeugt, dass der Bedarf auf jeden Fall da wäre: „Speziell bei Menschen, die in Wohnungen leben. Wenn ihre geliebten Haustiere, die sie jahrelang begleitet haben, sterben, bricht es ihnen das Herz, wenn sie ihre Tiere zu den Tierkadavern geben müssen. Das verstehe ich auch.“

Sie merkt zum Thema aber auch an: „Noch mehr Bedarf sehe ich aber für die Errichtung eines Tierheimes in Amstetten.“ Die nächstgelegenen Tierfriedhöfe gibt es in Traun, Aspern und Münichkirchen.

Die Bürgerliste ist übrigens nicht im Gemeinderat vertreten. Bei der Wahl im Jänner hat sie mit 2,07 Prozent den Einzug in den Gemeinderat versäumt.