Erstellt am 21. Januar 2016, 13:21

von APA/Red

Überfall auf ungarischen Autohändler war vorgetäuscht. Ein von einem ungarischen Autohändler im Herbst vergangenen Jahres angezeigter Überfall bei St. Valentin war fingiert.

Der Mann sei nach umfangreichen Erhebungen überführt worden, "die behauptete Tat wissentlich vorgetäuscht zu haben", berichtete die Landespolizeidirektion am Donnerstag.

Der Autohändler hatte angegeben, am 7. Oktober von zwei offenbar russisch sprechenden Tätern mit einem Messer bedroht und um fast 80.000 Euro beraubt worden zu sein. Er wies auch zwei Schnittwunden am Hals auf. Schauplatz des Überfalls sei eine Kreuzung an der L6255 gewesen. Er sei zuvor ziellos durch die Gegend gefahren, um nach zum Verkauf angebotenen Autos Ausschau zu halten, hatte der Magyare ausgesagt. Deshalb habe er etwa 80.000 Euro bei sich gehabt.

Aufgrund der Ermittlungen von Beamten der Polizeiinspektion St. Valentin und des Landeskriminalamtes samt u.a. Auslandsschriftverkehr, Einholung eines gerichtsmedizinischen Gutachtens und Rufdatenauswertungen sowie einschlägiger Vormerkungen des ungarischen Staatsbürgers im Heimatland seien dessen Angaben widerlegt und der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt worden. Weil sich der nunmehr Beschuldigte nicht in Österreich aufhält, ist bei den ungarischen Behörden ein Antrag auf Übernahme der Strafverfolgung gestellt worden.