Erstellt am 21. August 2015, 05:42

von NÖN Redaktion

„Überwältigt von der Basilika“. Gerhard Sperl, Präsident der Mitteleuropäischen Eisenstraße, zum Sonntagberg.

Gerhard Sperl organisiert am 20. September ein Chorkonzert in der Basilika.  |  NOEN, Foto: privat
Wieder einmal bin ich mit meiner Frau hier am Sonntagberg und jedes Mal sind wir überwältigt von dieser Basilika. Es ist ein ganz besonderer Ort für ganz Österreich und ich nehme an, dass dieser Berg schon eine urgeschichtliche Tradition hat. Orte, die eine derartige Ausstrahlung haben, sind definitionsgemäß sicher Kraftorte.

Wir hatten vor mehr als 15 Jahren hier ein von der „Österreichischen Eisenstraße“ organisiertes Symposium im Haus am Sonntagberg, das mir noch in bester Erinnerung ist. Leider ist die Idee von einer „Österreichischen Eisenstraße“ nicht ganz aufgegangen, es funktioniert nur noch die „Niederösterreichische Eisenstraße“.
2007 gründete ich dann mit namhaften Wissenschaftlern die „Mitteleuropäische Eisenstraße“, in deren Rahmen wir am 20. September ein Chorkonzert in der Basilika veranstalten. Da werden der Bergmannschor Leoben, ein Bergmannschor aus Ungarn und ein Bergmannschor aus Slowenien auftreten und sowohl Bergmannslieder als auch geistliche Lieder singen.

"Eisernes Denkmal"

Immer wieder bin ich von der Pracht und Würde dieser barocken Basilika begeistert. Als Metallurgen interessieren mich natürlich die „eisernen Denkmäler“ an und in der Kirche, wie etwa das gusseiserne Geländer um die Basilika. Wenn es die Zeit einmal zulässt, werde ich erforschen, in welcher Gießerei dieses hergestellt wurde. Zuletzt habe ich zwei Figuren auf der Töpperbrücke untersucht und bin zum Schluss gekommen, dass sie in verschiedenen Gießereien entstanden sind. Sehr sehenswert sind auch die eisernen Eingangstüren, wobei die rechte vordere Tür aus geschmiedetem und nicht gewalztem Blech besteht. Auch hier wäre interessant, wo diese hergestellt wurden.

Wenn am Sonntagberg einmal Erz gefunden wird, was ja der alte Name „Ruznik“ erahnen lässt, bin ich gern dabei, wenn aus diesem Erz in einem Rennofen Eisen erzeugt wird.

Ich freue mich jedenfalls schon auf das Konzert am 20. September, wo ich am Vortag im Sonntagberger Gemeindesaal einen Vortrag über das Eisenwesen in der Slowakei und in Ungarn halten werde.

In der Serie „Mein Sonntagberg“ präsentiert die NÖN ganz persönliche Geschichten über den Wallfahrtsort. Wer seine Geschichte ebenfalls in der NÖN erzählen möchte, kann sich unter redaktion.ybbstal@noen.at oder unter ( 07442/52202 melden.

Nächste Termine: Am Sonntag, 23. August, findet wieder ein Orgelmittag von 12 bis 12.30 Uhr in der Basilika Sonntagberg statt. Dieses Mal spielen Walter Zambal und Unisono.