Erstellt am 18. Juni 2015, 12:48

von Daniela Führer

Standing Ovations bei der Ulk-Premiere. Die Theatergruppe Ulk begeisterte am Mittwochabend mit der ersten Aufführung von „Otello darf nicht platzen“, einem Verwirrspiel, das alle in seinen Bann zog.

 |  NOEN, Daniela Schlemmer
Ulkig wie eh und je präsentierte sich die Ulmerfelder Schauspieltruppe „Ulk“ abermals am Mittwochabend bei der Premiere ihres neuen Stücks „Otello darf nicht platzen“. Die Geschichte rund um den weltberühmten Opernstar „Lo Stupendo“ Tito Merelli – brillant verkörpert von Günther Schörkhuber in Spiel und Akzent – begeisterte von Anfang bis zum Schluss.



Bemitleidenswert kommt zunächst die rechte Hand des Operndirektors Max daher (ebenfalls großartig gespielt von Thomas Ruckensteiner). Seine Freundin Maggie (charmant: Susi Spreitzer) vermisst beim Küssen mit Max den „Zoom“, viel eher wäre sie ja von Tito höchstpersönlich angetan.

Der wiederum liebt eigentlich seine extravagante und leidenschaftliche Frau Maria (Nicole Wahlmüller), ist aber auch von anderen Frauen und deren Busen nicht abgeneigt. So kommt es am Abend vor dem mit Spannung erwarteten Auftritt des Opernstars in Cleveland zum Eklat: Titos Frau verlässt ihn, er nimmt eine Überdosis an Medikamenten und wird von Max und Operndirektor Saunders (Joe Kräftner) tot in seiner Suite aufgefunden..

Es folgt ein Verwirrspiel der Extraklasse, charmant freizügig und mit hohem Unterhaltungsfaktor. Zwischendurch sorgt ein kleiner, feiner Chor, dem auch Intendant Manfred Spreitzer und Ex-Intendant Alfred Viertlmayr angehören, für Schmeicheln im Ohr.

Mit Standing Ovations dankte das Premierenpublikum den Schauspielern für diesen brillanten Theaterabend, der noch an folgenden Tagen jeweils um 20.30 Uhr wiederholt wird: 25., 26., 27. Juni sowie 2., 3., 4. Juli. Karten: www.ulk-theater.com sowie bei der Volksbank Hausmening und im Tourismusbüro Amstetten.