Erstellt am 02. März 2016, 04:09

von Daniela Führer

Unternehmerfamilie Slawitscheck kauft Gasthof. Blindenmarkter Unternehmerfamilie plant den Betrieb eines gutbürgerlichen Gasthauses und die Errichtung von bis zu zehn Fremdenzimmern.

Ein gutes Jahr lang stand das Gasthaus Kaltenbrunner im Blindenmarkter Ortszentrum zum Verkauf. Jetzt hat es einen neuen Besitzer und es sollen - geht es nach Käufer Heinrich Slawitscheck - darin ein gutbürgerlicher Gasthof sowie Fremdenzimmer Platz finden.  |  NOEN, Foto: Schlemmer

Der Gasthof Kaltenbrunner hat einen neuen Besitzer. Unternehmer Heinrich Slawitscheck kaufte vor Kurzem das Objekt und beabsichtigt nun, mit einem geeigneten Pächter/Betreiber, sofern es die bürokratischen Gegebenheiten zulassen, einen gutbürgerlichen Gasthof zu führen und in den oberen Stockwerken bis zu zehn Fremdenzimmern zu errichten.

„Damit versuche ich, einen Beitrag zu leisten, um die Qualität der sogenannten Fremdenverkehrsgemeinde Blindenmarkt zu steigern“, erklärt Heinrich Slawitscheck seine Beweggründe für den Kauf und merkt auch kritisch an: „Ich habe ja schon vor eineinhalb Jahren den Gemeindevertretern Vorschläge gemacht, zum Beispiel betreffend die Einrichtung von Stellplätzen für Campingwagen hinter dem Ausee II und eine Förderung bei der Errichtung von privaten Fremdenzimmern. Diese wurden aber leider bis heute weder geprüft, noch diskutiert. Meines Wissens nach wurden auch sonst keine fremdenverkehrsfördernden Maßnahmen in Erwägung gezogen.“

„Sollte das geplante Projekt in absehbarer
Zeit nicht realisierbar sein, werde ich das
Haus in Kleinwohnungen umbauen.“

Ihm liege die Marktgemeinde Blindenmarkt und deren Bevölkerung sehr am Herzen, was er durch seine langjährigen Unterstützungen des Sportvereines, der Herbsttage, des Auseetriathlons, des Kindergartens und noch weiteren Vereinen und Organisationen bewiesen habe. „Sollte das geplante Projekt in der Art in absehbarer Zeit aber nicht realisierbar sein, werde ich das Haus in Kleinwohnungen umbauen lassen, denn auch hier ist, speziell für junge Leute, ein großer Bedarf gegeben“, erklärt der Unternehmer.

Jetzt ist der Blindenmarkter aktuell auf der Suche nach einem Geschäftspartner: „Wenn sich jemand berufen fühlt, gemeinsam mit mir an die Umsetzung des Projekts heranzugehen, der/die kann sich jederzeit bei mir unter 0676/667 99 10 melden“, ruft Heinrich Slawitscheck auf.

"Aufwertung für Blindenmarkt"

Blindenmarkts Bürgermeister, Franz Wurzer, zeigt sich sehr erfreut über die Pläne des Unternehmers: „Ich befürworte das Projekt von Herrn Slawitscheck voll und ganz. Es ist eine Aufwertung für Blindenmarkt und die Marktgemeinde wird ihn daher auf jede Art unterstützen.“

Zur Kritik des Unternehmers zeigt sich Bürgermeister Franz Wurzer auch aufgeschlossen: „Von seinen Vorschlägen wäre einiges möglich. Ich werde dahingehend auf jeden Fall auf ihn zukommen.“


Zur Geschichte des Gasthauses

Schon im Häuserverzeichnis von 1900 scheint das Gebäude in Blindenmarkt als Wirtshaus auf.

Seit den 1950er-Jahren wurde der Gastronomiebetrieb von der Familie Kaltenbrunner geführt.

Das Haus wurde 1974 erweitert und hatte zuletzt im Erdgeschoß ein Restaurant, einen Gastgarten, im 1. Geschoß eine Disco mit Pub und im 2. Geschoß eine Wohnung mit Komfortfremdenzimmern.