Erstellt am 16. Dezember 2015, 15:23

US-Embassy. Ninika Schrey besucht ein halbes Jahr eine High School. Auf ybbstal.NÖN.at berichtet die HAK-Schülerin von den Vorbereitungen und ihren Erfahrungen in den USA.

 |  NOEN, Ninika
Die letzten Novembertage waren schon sehr spannend für uns. Begonnen hat es am 25. November mit der erfreulichen Nachricht von der Zuteilung einer Gastfamilie. Gleich wurden alle greifbaren Informationen über die jungen Gasteltern, der Stadt Helena, der Capital High School und dem Bundesstaat Montana gesammelt.

Auf der anderen Seite des Atlantiks war eine ähnliche Situation. Auch Samara und Shawn (meine Gasteltern) wollten möglichst viel über mich, die sich ein halbes Jahr das gleiche Haus und auch den Alltag mit ihnen teilen wird, erfahren.

x  |  NOEN, privat


Am Sonntag, den 28. November war ich gemeinsam mit meiner Mama und ungefähr 15 anderen Austausch-Schülern und deren Familien bei einer TREFF-Sprachreisen-Informationsveranstaltung in Holzkirchen bei München. Die meisten der Austausch-Schüler kamen aus Deutschland. Herr Kürbiss, der Geschäftsführer der Agentur, hatte auch ein paar ehemalige Austausch-Schüler dabei, die sehr offen über ihre persönlichen Erfahrungen in den unterschiedlichen Ländern erzählt haben. Dieser Tag war sehr interessant. Einige der anderen Schüler hatten noch keine Familien-Zuteilung. Für mich war es ein gutes Gefühl, schon einen Schritt weiter zu sein.

Am nächsten Tag kam mit der Post ein großes dickes Kuvert aus Deutschland. Darin befanden sich ausführliche Informationen über die Gasteltern (mit vielen Fotos vom Haus) und über meine Ansprechpartner von ISE (International Student Exchange) in den USA. Die meisten Unterlagen waren jedoch Informationen und Ausfüllhilfen für den Einreise- und Aufenthaltsantrag in die Vereinigten Staaten von Amerika. Wer schon einmal in die USA gereist ist, kennt die ausführlichen Abläufe beim Eintragen in die Online-Formulare.

Wer ein halbes Jahr als Gast-Schüler bleiben möchte, hat natürlich noch viel mehr Fragen zu beantworten.  Zum Glück hatte mein Papa sich die Zeit genommen und Seite für Seite gewissenhaft ausgefüllt. Er war schon einige Stunden damit beschäftigt. Nachdem der Antrag komplett war, ein Foto von mir eingescannt und 160 $ Gebühren überwiesen und bestätigt waren, konnte er einen persönlichen Termin an der US-Embassy für mich online vereinbaren.

Der nächstmögliche Zeitpunkt war am Montag, dem 7. Dezember um 9:30 Uhr. Praktisch, weil dieser Tag ein schulfreier Tag war. Bepackt mit den erforderlichen Unterlagen und Dokumenten fuhren wir frühmorgens nach Wien zum Konsulat, welches sich im vierten Stock des Marriott Hotels befindet. Ab der Sicherheitskontrolle dürfen aus Platzgründen nur Antragsteller ab 14 Jahren  ohne Begleitpersonen den Botschaftsbereich betreten.

So bin ich dann eben alleine hineingegangen und mein  Vater hat im Erdgeschoß vor dem Lift gewartet. Mein Foto im Antrag hat nicht den Regeln entsprochen. Zum Glück konnte ich gleich in der Behörde bei einem Münz-Foto-Automaten ein Neues machen lassen. Die anderen Dokumente haben gepasst und nach 2 Stunden sagte mir ein freundlicher Mann, dass ich ein paar Tage später meinen Pass mit dem Visum mit der Post bekommen werde.

Die Flüge können erst im Anschluss daran angefordert werden.

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