Allhartsberg

Erstellt am 24. August 2016, 05:39

von Heribert Hudler

Allhartsberg ist 900 Jahre und schreibt Geschichte. Mit der Installierung einer Heiligenskulptur und einem Festkonzert begann das Festjahr. Nun lädt man zum „Kim hoam Fest“ und zum „Marktfest“.

Laden zum Marktfest ein: Kulturreferent Erich Mistelbauer, Sylvia Tatzreiter, Burgi Mistelbauer und Bürgermeister Anton Kasser. Einen Film zum Marktfest gibt es übrigens online unter www.noen.at.  Fotos: Heribert Hudler  |  Heribert Hudler

Dass der Slogan „Familien-Freundlichkeit“ in Allhartsberg nicht nur ein leeres Schlagwort ist, zeigt die Bevölkerungsentwicklung seit der letzten Volkszählung. Einer umsichtigen Wohnbaupolitik war es zu verdanken, dass im Jahr 2006 1.910 Gemeindebürger Allhartsberg als ihre Heimatgemeinde angesehen haben. Nun, nach weiteren zehn Jahren, hat der Ort weitere 175 Bürger mehr und insgesamt schon 2.085 Einwohner.

Auf wirtschaftlicher Ebene hat sich einiges getan

Bürgermeister Anton Kasser blickt dem Marktfest mit Freude entgegen.  |  Heribert Hudler

Für Bürgermeister Anton Kasser und seinen Gemeindevorstand ist dies ein Zeichen, dass die Visionen der Gemeindeführung aufgegangen sind. Seit 2006 wurden nicht weniger als 46 neue Wohnungen und mehr als 30 Baugründe geschaffen. Es beweist, dass Allhartsberg eine lebenswerte Gemeinde ist. Die gute Bevölkerungsentwicklung brachte auch mit sich, dass es mittlerweile einen Arzt und einen Zahnarzt in der Gemeinde gibt und somit die Gesundheitsvorsorge vor Ort gesichert ist.

Auch auf wirtschaftlicher Ebene hat sich einiges getan. Im Ortskern gibt es ein Lebensmittelgeschäft, ein Frisörgeschäft, ein Café und einen Gasthof. Und auch im Gewerbegebiet Kröllendorf haben sich die Betriebe gut entwickelt.

Neben den schon vorhandenen Firmen, wie der Raiffeisenbank Ybbstal, dem Lagerhaus und der Austria Juice, gibt es dort nun auch das Postverteilerzentrum für fünf Gemeinden. Allhartsberg verfügt dadurch über mehr als 400 Arbeitsplätze.

Die Jugend hat in der Gemeinde den Vorrang

Alljährlich können die Gemeindeverantwortlichen mit Bürgermeister Anton Kasser im Rahmen einer Jungbürgerfeier an zahlreiche Jugendliche den Jungbürgerbrief übergeben. Mit dem Naturbad Dorfmühle-Allhartsberg wurde in der Gemeinde ein Jugendtreff der besonderen Art geschaffen. Erfreulich ist die Tatsache, dass sich die Jugendorganisation AJAX um die Agenden des Freizeitzenrums an der Ybbs angenommen hat und diese zur vollsten Zufriedenheit aller Verantwortlichen wahrnimmt.

Die Jugend ist aber auch in anderen Vereinen wie der Landjugend, dem Musikverein oder im Feuerwehrwesen nicht nur integriert, sondern auch sehr erfolgreich aktiv. Dies beweisen die alljährlichen Auszeichnungen, die von den Jugendlichen bei Wettbewerben immer wieder eingeheimst werden.

Bei der Besprechung für die Erweiterung der Ortschronik: Bürgermeister Anton Kasser und der ehemalige Hauptschuldirektor Gerhard Granzer.  |  NOEN

Aber auch Bildung wird in Allhartsberg ganz groß geschrieben. Die Volks- und die Neue Mittelschule sind wichtige Instrumente um den Jugendlichen bestes Wissen zu vermitteln.

„Es müssen im Pflichtschulbereich die besten Voraussetzungen für unsere Kinder und Jugendlichen geschaffen werden, damit sie im Leben und im Beruf erfolgreich sein können“, sagt Bürgermeister Anton Kasser und meint weiter: „Wir gemeinsam bestimmen das Leben in der Gemeinde und sind alle aufgefordert, uns mit Ideen und durch aktives Handeln einzubringen.“

Wie Gemeinschaft in Allhartsberg gelebt wird, konnte man bei den Aufführungen des Schauspiels „Das Heidemädchen von Kröllendorf“ erleben. 3380 Besucher sahen das Theaterstück, bei dem 28 Laienschauspieler – alles Allhartsberger – mitwirkten. Nun folgen am 27. August das „Kim hoam Fest“ und am 28. August das Marktfest mit einem tollen Programm. „Wir werden auch in Zukunft große Aufgaben zu bewältigen haben. Wir werden es wie bisher machen, nämlich gemeinsam“, sagt Kasser.

Ortschronik von 2005 bis 2016 entsteht

Der ehemalige Hauptschuldirektor und Vizebürgermeister Gerhard Granzer arbeitet seit gut einem Jahr an der Weiterführung der Ortschronik (siehe auch Bild oben), die von Anton Pontesegger bis zum Jahr 2005 konzipiert und geschrieben wurde. „Die erweiterte Ortschronik wird Mitte November präsentiert. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Dokumentation unserer Vergangenheit“, sagt Kasser. „Was nicht aufgezeichnet wird, gerät nämlich nach und nach in Vergessenheit.“

Aus diesem Grund hat vor mehr als einem Jahrzehnt Anton Pontesegger im Auftrag der Marktgemeinde Allhartsberg eine fast 700 Seiten Ortschronik zusammengestellt. Natürlich ging das nicht ohne Helfer. Bezirksschulmanager Josef Hörndler und Hauptschuldirektor Gerhard Granzer standen ihm schon damals nicht nur mit ihren Unterlagen, sondern auch mit Rat und Tat zur Seite.

Kim hoam Fest

Ein besonderer Festtag soll Samstag der 27. August werden. An diesem Tag ladet die Marktgemeinde Allhartsberg zu einem „KIM-HOAM-FEST“ ein! Alle Bürgerinnen und Bürger, die in Allhartsberg geboren wurden und eine Zeit lang in der Gemeinde gelebt haben, sind dazu eingeladen.

Der Tagesablauf:
Ab 13 Uhr präsentieren Kunsthandwerker und Hobbykünstler aus Allhartsberg im Garderobenraum der Neuen Mittelschule ihre Handwerkskunst

14 -15 Uhr vor dem Gemeindeamt offizieller Empfang der Gäste mit Empfangsgetränk (Glas Most). Musikalische Umrahmung durch die Trachtenmusikkapelle Allhartsberg.

15 Uhr Vorstellung der Gemeinde durch Bürgermeister Kasser mit Fotoschau über Allhartsberg. Dabei CD Präsentation der neu aufgenommenen CD von den Musikgruppen Allhartsberger Gmiatlichkeit, Hiesbacher Hausmusik und der Singrunde Allhartsberg.

20 Uhr Blasmusikkonzert der TMK Allhartsberg und Waldhausen.