Amstetten

Erstellt am 23. Mai 2017, 04:12

von Hermann Knapp

Amstetten: Ärger über Baustelle. Arbeiten in der Klosterstraße sorgen morgens und mittags für ein kleines Chaos. Sie sind aber unbedingt notwendig.

Aufgrabungsarbeiten und Baustellenfahrzeuge sorgen in der Kirchenstraße, wenn die Eltern ihre Kinder zur Schule bringen und wieder abholen, für Verkehrsprobleme.  |  privat

„Dass man ausgerechnet während der Schulzeit die Klosterstraße aufgräbt um dort Gasleitungen zu verlegen, das ist schon ein ausgesprochener Schildbürgerstreich. Ich frage mich, wem das eingefallen ist“, ärgert sich ein Vater.

Jeden Morgen, wenn die Eltern ihre Kinder zur Privaten Mittelschule brächten, herrsche dort derzeit das pure Chaos. Baustellenfahrzeuge seien oft so geparkt, dass es kaum ein Vorbeikommen gäbe, berichtet der Mann. „Auch die Kinder, die zu Fuß kommen, werden da völlig unnötigen Gefahren ausgesetzt.“ Viele Eltern verstehen nicht, warum man mit der Verlegung der Leitungen nicht bis zu den Ferien warten konnte.

Michael Loos vom städtischen Bauamt ist die Problematik durchaus bewusst, allerdings habe es keine andere Möglichkeit gegeben, die Arbeiten später durchzuführen. „Die Gasleitungen der EVN haben in diesem Bereich ein Alter erreicht, zu dem sie einfach ausgetauscht werden müssen. Es ist also im Sinne der Sicherheit aller Bürger, wenn das zügig geschieht.“

Jährlich drei Kilometer Straßen saniert

Jährlich würden in Amstetten rund drei Kilometer Straßen saniert, das brauche natürlich auch seine Zeit. Man versuche zwar, die Beeinträchtigungen für die Bürger so gering wie möglich zu halten, „aber wir können auch nicht alle Baustellen in den Sommerferien machen, das geht sich logistisch einfach nicht aus“, erklärt Loos.

Er weist darauf hin, dass im Bereich der Klosterschule ja auch noch in der Wörthstraße und dann in der Kirchenstraße die Gasleitungen ausgetauscht werden müssten. „Dazu werden wir die Kirchenstraße auch eine Zeit lang sperren müssen. Das soll aber erst im Sommer passieren, um eben den Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen“, erklärt der Bauamtsmitarbeiter.

In der Ferienzeit ist zudem schon geplant die Wasserleitung in der Waidhofner Straße zu erneuern, außerdem steht die Generalsanierung der Ardaggerstraße auf dem Programm. „Wir versuchen, alles so abzuwickeln, damit der Verkehr möglichst ungehindert laufen kann, wir bitten aber auch um Verständnis, dass das einfach nicht immer möglich ist“, sagt auch Baudirektor Manfred Heigl.

Verständnis für die Arbeiten hat die Direktorin der Privaten Mittelschule, Maria Hosa. „Natürlich ist der Unterricht durch den Baustellenlärm beeinträchtigt. Wir sind uns aber bewusst, dass die Bauarbeiten im Sinne der Allgemeinheit sind, und daher versucht das Lehrpersonal einfach das Beste aus der Situation zu machen“, betont die Pädagogin. Wenn möglich wechsle man mit den betroffenen Schülern und Schülerinnen auch in gerade unbesetzte Klassen in einem anderen Gebäudeteil. „Wir sind da sehr flexibel.“