Erstellt am 16. Juni 2016, 04:35

von Hermann Knapp

Zwei Problemzonen in der Stadt. Beim Bahnhof und in der Ybbsstraße sind weitaus mehr Autos unterwegs, als von den Experten 2003 prognostiziert.

Mehr als doppelt so stark als prognostiziert hat sich der Verkehr in der Ybbsstraße entwickelt. Foto: Otmar Gartler  |  NOEN, Otmar Gartler
Schon im Wahlkampf 2015 haben sich alle Parteien dazu bekannt, dass das Amstettner Verkehrskonzept überarbeitet werden soll. Knapp eineinhalb Jahre später ist es nun soweit. Erste Daten liegen auf dem Tisch. Im März hat die Gemeinde ja die Snizek + Partner Verkehrsplanungs-GmbH beauftragt, den Istzustand zu erheben – also Frequenzzählungen durchzuführen, Verkehrsströme zu analysieren und Problemzonen aufzuzeigen.

„Noch keine einleuchtende Erklärung in Ybbsstraße“

In der Vorwoche wurden die Ergebnisse mündlich den Mitgliedern des Verkehrsausschusses präsentiert. „Es hat sich gezeigt, dass die Schätzungen die 2003/2004 über die Verkehrsentwicklung bis zum Jahr 2015 gemacht wurden, eigentlich recht gut waren. Wir haben allerdings zwei Bereiche, wo die Frequenz deutlich höher ist, als prognostiziert“, berichtet Verkehrsstadträtin Brigitte Kashofer.

In der Ybbsstraße haben die Planer die Frequenz im Jahr 2015 auf 4.000 Autos täglich geschätzt, tatsächlich sind es aber 9.000. Der zweite Hotspot ist die Bahnhofstraße. Dort wurden 1.900 Autos täglich prognostiziert, gezählt wurden nun aber 5.400.

„Für die Steigerung in der Ybbsstraße gibt es noch keine einleuchtende Erklärung. Beim Bahnhof kann man natürlich das Parkhaus als einen Grund für die höhere Frequenz ins Treffen führen“, sagt Grünen-Stadtrat Gerhard Haag. Er geht davon aus, dass die Firma Snizek aufgrund der Daten nun auch Verbesserungsvorschläge für diese beiden Bereiche macht.

Das sieht auch der Verkehrssprecher der SPÖ, Gemeinderat Bernhard Wagner, so. „Alle diese Erkenntnisse werden in die Überarbeitung des Verkehrskonzeptes einfließen. Ich bin gespannt, wozu uns die Experten raten werden.“ Keine unerwarteten Steigerungen hat es in der Preinsbacher Straße und in der Alten Zeile gegeben. Dort reicht die Frequenz aber auch so schon für regelmäßige Staus.