Erstellt am 03. Juni 2016, 05:35

von Hermann Knapp

Versorgung wird gesichert. Gemeinde verlegt gemeinsam mit zehn Liegenschaftseigentümern Leitung am Ederrücken. Auch Häuser in der Kanseringsiedlung werden ans öffentliche Netz gehängt.

Bürgermeister Johann Spreitzer beim Haus Schmid. Im Hintergrund der Ederrücken, auf dem zehn Liegenschaften durch die geplante neue Leitung künftig mit Wasser versorgt werden sollen.  |  NOEN, Knapp

Einigen Liegenschaften am Ederrücken bescherte der trockene Sommer im Vorjahr massive Probleme mit der Wasserversorgung. Ihre Hausbrunnen schnappten auf. Vor allem für die betroffenen Bauern war das natürlich eine große Misere. Sie mussten Wasser für ihre Rinder mit Tanks herbeischaffen. Auch die Feuerwehr Seitenstetten Dorf war da massiv im Einsatz.

Inzwischen hat sich die Situation zwar entspannt, die Betroffenen wollen aber nicht noch einmal in solch eine Notlage geraten. Daher haben sie gemeinsam mit der Gemeinde ein Projekt entwickelt, das die Versorgung künftig sicherstellen soll. Konkret wird vom Haus Schmid bis zum Feuerwehrhaus eine neue Leitung verlegt.

Rund 2,9 km langer Strang

Inklusive der notwendigen Hausanschlüsse wird der Strang rund 2,9 Kilometer lang sein. Die Kosten belaufen sich auf 180.000 Euro. 50.000 Euro bezahlen die zehn Liegenschaftseigentümer, die sich an dem Projekt beteiligen (fünf Bauernhäuser und fünf Einfamilienhäuser). „Natürlich hätte es für die Betroffenen auch die Möglichkeit gegeben, eine Wassergenossenschaft zu gründen, letztlich haben sie sich aber für diese Variante entschlossen“, berichtet Bürgermeister Johann Spreitzer. Mit der neuen Leitung werden 50 Personen und rund 150 Tiere versorgt.

Die Ausschreibung für das Projekt geht bereits hinaus, am 23. Juni will der Gemeinderat den Auftrag vergeben.

Probleme auch in Siedlung Kansering

Probleme mit der Wasserversorgung gab es auch in der Siedlung Kansering mitten in Seitenstetten. Auch dort schnappten aufgrund der Dürre im Vorjahr Hausbrunnen auf. „Wir haben in dieser Siedlung noch keine Ortswasserleitung, werden sie jetzt aber verlegen“, sagt Spreitzer. Konkret geht es um 20 Liegenschaften. Allerdings werden nicht alle Häuser sofort an die Leitung angeschlossen. „Es gibt auch die Möglichkeit eines Teilanschlusses. Der kostet 660 Euro und schließt die Vorbereitung für einen späteren Vollanschluss mit ein“, sagt Spreitzer.

Wer gleich einen Vollanschluss will, zahlt 2.200 Euro. Auf Wunsch der Anrainer führt die Baufirma auch gleich die Grabarbeiten in den Gärten durch.

Vorerst werden sich nur fünf Liegenschaften ans Leitungsnetz der Gemeinde hängen, die anderen Hausbesitzer vertrauen auch weiterhin auf ihre Hausbrunnen.