Erstellt am 28. Mai 2016, 04:44

von Daniela Führer

Versorgung wird gesichert. Zwischen Stift Ardagger und Stephanshart entsteht eine Notwasserleitung, um Versorgungsproblemen, die es in der Vergangenheit vereinzelt gab, vorzubeugen.

Ortsvorsteher Ludwig Auer (Stephanshart), Ortsvorsteher Josef Frühwirth (Stift Ardagger), Wasserwart Christian Nagelhofer (Wassergenossenschaft Stephanshart) und Obmann Josef Zehetner (Wassergenossenschaft) ziehen an einem »Notwasserleitungsstrang«.  |  NOEN, privat
In Notfällen werden sich die Ortsteile Ardagger Stift und Stephanshart in Zukunft wechselseitig mit Wasser versorgen. Dieser Plan wurde in den letzten Monaten zwischen der Gemeinde und der eigenständigen Wassergenossenschaft Stephanshart ausverhandelt und beschlossen. „Es gab in der Vergangenheit in der Einzelversorgung schon Probleme durch lange Trockenheit oder Wasserverunreinigungen. Der Blick in die Zukunft sagt uns, die Sommer werden immer trockener, daher besteht Handlungsbedarf“, erklärt Bürgermeister Hannes Pressl den Hintergrund zum bereits gestarteten Projekt Notwasserversorgungsleitung.

Auf zwei Kilometern Länge wird aktuell eine Verbindungsleitung von der Gutenberger Kreuzung in Stift Ardagger bis Mesnerholz in Stephanshart gebaut. Die Arbeiten im Stephansharter Ortsteil übernimmt die Genossenschaft, jene in Stift Ardagger obliegt der Gemeinde. „Die Netze bleiben aber völlig eigenständig, es geht bei diesem Projekt nicht um eine Übernahme, nur im Notfall liefern wir uns gegenseitig Wasser“, erklärt der Bürgermeister und Genossenschaftsobmann Josef Zehetner fügt hinzu: „Es erfolgt im Notfall einfach ein Austausch des Wassers.“

Wassermengen wieder retourgeliefert

Das bedeutet: Wassermengen, die über die Notwasserleitung einmal von einem Ortsteil zum nächsten fließen, werden noch im selben Jahr retourgeliefert – ohne sich wechselseitig Kosten in Rechnung zu stellen. Alles bleibt kosten- und aufwandsneutral. Die absolute Selbstständigkeit der 130 Mitglieder starken Stephansharter Wassergenossenschaft wird so gewahrt.

Mit der Verlegung der Notwasserleitung werden auch Leerrohre für Lichtwellenleiterkabel, Leitungen für EVN und Strom mitverlegt und in einigen Teilen Trinkwasserleitungen erneuert. Das Projekt nimmt auch schon konkrete Formen an. Sowohl Genossenschaft, wie auch Gemeinde haben bereits mit den Arbeiten begonnen.