Erstellt am 29. Februar 2016, 11:52

von Ingrid Vogl

VFI investiert 12 Millionen. Österreichs größter Speiseölhersteller errichtet in Ennsdorf eine Ölpresse samt den dazugehörigen Silos, Öltanks und Lagerhallen. Inbetriebnahme noch heuer.

So wird das Donaupresswerk Ennsdorf aussehen. Um 12 Millionen Euro wird gegenüber der Firma Salvagnini eine leistungsfähige Ölpresse samt den dazugehörigen Silos, Öltanks und Lagerhallen errichtet. Die Inbetriebnahme des Werks ist für November/Dezember des heurigen Jahres geplant.  |  NOEN, VFI

Der Wirtschaftspark in Ennsdorf bekommt Zuwachs. Und prominenten Zuwachs noch dazu.Die Vereinigte Fettwarenindustrie (VFI), Österreichs führender Speiseölerzeuger, hat im Ennshafen den passenden Standort für ihre neue Ölpresse gefunden und investiert 12 Millionen Euro in das neue Werk. Der Spatenstich fand am Montag (nach Redaktionsschluss) statt. Die Inbetriebnahme des Werks, das gegenüber der Firma Salvagnini errichtet wird, ist für November/Dezember des heurigen Jahres geplant.

Mit dem neuen VFI-Donaupresswerk wird ein Projekt Wirklichkeit, an dessen Umsetzung das Unternehmen mit Firmensitz in Wels seit Jahren arbeitet. „In Ennsdorf am Ennshafen wurde nun ein Standort gefunden, der wirklich alle unsere Anforderungen erfüllt“, erklärt Florian Rauch, Geschäftsführer und Gesellschafter bei VFI, den Schritt nach Niederösterreich.

Ennsdorf liege logistisch ideal, nicht weit vom Stammwerk in Wels entfernt, in der Nähe der großen Futtermittelwerke und zudem mitten im Gebiet, in dem viele der verwendeten Rohstoffe angebaut werden. „Die Rohwaren und Fertigprodukte können dann per Bahn, Lkw und natürlich auch per Schiff umgeschlagen werden“, ergänzt Rauch.

Bis zu 30.000 Tonnen Ölsaaten (vor allem Raps, Sonnenblume und Soja) sollen im neuen Presswerk in Ennsdorf verarbeitet werden. Das entspricht 10.000 Tonnen Öl, das zur Weiterverarbeitung und Abfüllung nach Wels gebracht wird und einer Menge von 20.000 Tonnen hochwertigem, gentechnikfreiem Eiweißfuttermittel, das in der Landwirtschaft sehr begehrt ist.

Freude über neue Arbeitsplätze

In Ennsdorf freut man sich durch die Ansiedelung der VFI nicht nur über neue Arbeitsplätze, sondern auch über die bereits im Vorfeld gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. „Der Betrieb versucht, die Bürger miteinzubeziehen. 

Im Vorjahr hat man im Sommer eine öffentliche Veranstaltung gemacht, bei der die Anrainer ihre Bedenken und Begehrlichkeiten äußern konnten und es wurde sogar noch einmal umgeplant“, erklärt Bürgermeister Alfred Buchberger. Bedenken gab es vor allem wegen einer befürchteten Geruchsbelästigung. Das Gebäude wird nun so errichtet, dass der größtmögliche Schutz für die rund 600 bis 700 Meter entfernten Bürger in Windpassing gewährleistet ist. „Die VFI hat den Wünschen der Bürger entsprochen“, betont Buchberger.

Die VFI erwarb im Ennshafen so viel Fläche, dass bei Bedarf in Zukunft eine allfällige Erweiterung des Werks möglich ist.