Erstellt am 04. Mai 2016, 11:34

von Heribert Hudler

Viel Unmut bei Klein- und Mittelbetrieben spürbar. Klein- und Mittelbetriebe haben es derzeit nicht leicht. Obfrau Hinterholzer will ihre Sorgen zu Land und Bund tragen.

Bei der Bezirkskonferenz des Wirtschaftsbundes in Seitenstetten: Organisationsreferent Andreas Geierlehner, Kammerobmann Reinhard Mösl, Hannes Scheiblauer, Abt Petrus Pilsinger und Bezirksgruppenobfrau Michaela Hinterholzer (v.l.). Marianne Scheiblauer (Mitte) wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt und kam stellvertretend für alle geehrten Personen mit auf das Foto. Foto: Heribert Hudler  |  NOEN, Heribert Hudler
„Der Industrie geht es gut, den Klein- und Mittelbetrieben nicht“, sagte die Wirtschaftsbund-Bezirksgruppenobfrau Michaela Hinterholzer bei der Bezirkskonferenz des Wirtschaftsbundes im Stiftsmeierhof in Seitenstetten.

„Wir brauchen Unternehmer, die motiviert sind“

Die Abgeordnete ortet auch berechtigte Kritik an der Bundespolitik bei den Unternehmern. Denn in der angespannten Situation auch noch bürokratische Hürden wie die Registrierkassen-Pflicht einzuführen, sei natürlich für viele unverständlich.

„Ich sehe es als meine Aufgabe an, den Unmut der Unternehmer in Land und Bund weiterzutragen. Wir brauchen Unternehmer, die motiviert sind, bereit für Investitionen und die Arbeitsplätze schaffen. Nur so kann der Motor der Wirtschaft wieder anspringen“, sagte Hinterholzer.

Der neue Wirtschaftskammer-Obmann, Reinhard Mösl, betonte, dass er im letzten Jahr schon sehr viele Betriebe besucht und so einen Eindruck der Wirtschaftslage erhalten habe. Mösl wies auch darauf hin, dass rund 60 Prozent der Betriebe im Bezirk Amstetten Einzelunternehmen sind.

Besuch bei Ausstellung „Schau ma amoi“ im Stift

Die Funktionäre des Wirtschaftsbundes nützten die Bezirkskonferenzen aber nicht nur, um aktuelle Anliegen und Probleme der Wirtschaftstreibenden zu sammeln, „sondern auch, um einmal Danke zu sagen“, betonte Hinterholzer. „Allein im Bezirk Amstetten beschäftigen 3.000 Unternehmer 34.000 Mitarbeiter. Das gute Zusammenspiel zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern macht unseren Standort so erfolgreich.“

Vor der Bezirkskonferenz besuchten die Teilnehmer die Ausstellung „Schau ma amoi“ im Stift Seitenstetten. Abt Petrus Pilsinger berichtete ihnen, wie es zu dieser Ausstellung über das Wirken von Bundeskanzler Julius Raab kam.