Amstetten

Erstellt am 14. Juli 2016, 04:14

von Hermann Knapp

E-Bike-Leihsystem für Amstetten. VP-Mandatar will E-Mobilität fördern und Handyladestationen im öffentlichen Raum.

Gemeinderat Markus Brandstetter, Thomas Kloss (Congaia Solar Energy) und Geschäftsführer Alexander Meissner (Fonatsch) zeigen wie einfach elektronische Geräte im öffentlichen Raum aufgeladen werden könnten. Foto: privat  |  NOEN

Neue Blickwinkel will VP-Gemeinderat Markus Brandstetter in die Diskussion über die Innenstadtbelebung einbringen. „Es wäre doch eine gute Idee, den Citybuskunden in der Wartezeit Gratisstrom aus Sonnenergie zum Aufladen ihrer Handys und kostenloses WLAN anzubieten“, sagt er. Mittels Solarstromgespeister Handyladestationen bei den Buswartehäusern und mobiler Internethotspots sei das problemlos machbar. „Und die Restladung der verbauten Akkus könnten wir für die Ausleuchtung der Wartehäuser in der Nacht nutzen!“

Vergünstigte Fahrkarte für den Citybus?

Angeboten wird dieses System aus Solarzellen, Akkus und Ladestationen von den Firmen Fonatsch und Congaia in Melk, mit deren Geschäftsführern Brandstetter kürzlich zusammentraf. Er erfuhr dabei, dass es sich auch leicht in Liege- und Sitzbereiche im öffentlichen Raum (Haupt- und Ortsplätze), im Jugendzentrum oder in Bädern integrieren ließe.

Der VP-Politiker denkt aber auch in Richtung E-Mobilität weiter. „Wir haben große Wohngebiete, wie die Parksiedlung oder den Krautberg, die nur über lange Steigungen zu erreichen sind, daher wäre es sinnvoll, ein E-Bike-Leihsystem mit Solarladestationen einzuführen“, schlägt er vor. Die Nutzer des Systems sollten zudem automatisch eine vergünstigte Fahrkarte für den Citybus bekommen.

Anreiz zum Umstieg auf Rad oder Öffi

„Das würde sicher für viele Leute ein Anreiz sein, auf das Rad oder ein öffentliches Verkehrsmittel umzusteigen“, glaubt Brandstetter. Menschen seien laut Studien durchaus bereit, Strecken von etwa fünf bis 15 Gehminuten zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen.

„Das ist die Chance für ein E-Bike-System. Und wenn weniger Amstettner mit dem Auto ins Zentrum fahren, dann haben wir mehr Parkplätze für die Gäste von außerhalb zur Verfügung. Bevor wir über den Bau teurer Parkdecks nachdenken, sollten wir überlegen, wie wir die Ressourcen in der Innenstadt optimal nutzen“, sagt Brandstetter.