Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:43

von Andreas Kössl

Bene droht neue Kündigungswelle. Hälfteeigentümer Grossnigg kündigt Mitarbeiterabbau und Umstrukturierungen an.

 |  NOEN, NÖN

Eine weitere Kündigungswelle steht beim Waidhofner Büromöbelhersteller Bene bevor. Das berichtet die APA bezugnehmend auf ein Interview, das Bene-Hälfteeigentümer Erhard Grossnigg kürzlich dem Industriemagazin gegeben hat. Darin sagt Grossnigg: „Wir werden uns noch einmal von vielen Mitarbeitern trennen müssen, um die Strukturen den Umsätzen anzupassen.“ Bisher sei da nicht viel passiert, weil Kündigungen Geld kosteten.

Sanierer Grossnigg hat das angeschlagene Waidhofner Unternehmen Mitte Juli gemeinsam mit dem früheren ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein übernommen. Damals meinten die beiden neuen Bene-Eigentümer im Gespräch mit der APA noch, dass aus derzeitiger Sicht kein weiterer Jobabbau drohe.

Diese Einschätzung dürfte sich in der Zwischenzeit jedoch geändert haben. „Bene muss grundlegend umgebaut werden. Da ist in der Vergangenheit viel schief gegangen, vor allem auf der Kostenseite“, sagte Grossnigg dem Industriemagazin.

Konkrete Zahlen noch nicht bekannt

Neben Bene hat der Investor auch den Möbeltischler Neudoerfler in seinem Portfolio. Die beiden Firmen wurden kürzlich unter dem Dach einer Holding zusammengefasst. Eine Zusammenlegung der Standorte sei aber weiterhin nicht geplant, wird Grossnigg weiter zitiert.

Nach einer ersten großen Kündigungswelle beim Büromöbelhersteller im Jahr 2013 wurden erst im heurigen Frühjahr 127 weitere Jobs bei Bene abgebaut. Ende Juli beschäftigte das Unternehmen insgesamt 920 Mitarbeiter, zu Jahresbeginn waren es noch fast 1.050 gewesen.

Konkrete Zahlen, wie viele Mitarbeiter nun abgebaut werden sollen und welche Bereiche von den Kündigungen genau betroffen sein werden, war bis zuletzt nicht bekannt. Seitens des Unternehmens wollte man keine Stellungnahme dazu abgeben. Eine Anfrage bei Eigentümer Erhard Grossnigg war bis Redaktionsschluss noch unbeantwortet.