Erstellt am 02. Februar 2016, 04:03

von Hermann Knapp

Wassernot: Viele Brunnen trocken. Landwirt und Geflügelbetrieb können sich nicht mehr selbst versorgen. Grundwasserspiegel dramatisch gesunken.

 |  NOEN, Bilderbox.com/Erwin Wodicka
In Ertl kämpft die ganze Gemeinde mit der Wasserversorgung, in Seitenstetten sind vor allem die Brunnen privater Haushalte aufgeschnappt, aber auch jene von Landwirten.

In der Vorwoche hat sich ein Bauer mit rund 240 Stück Vieh an die Gemeinde gewandt. „Sein Brunnen hatte immer einen Wasserstand von rund 1,4 Metern, jetzt sind es nur noch 20 bis 30 Zentimer. Damit kann er sein Vieh nicht versorgen“, sagt Bürgermeister Johann Spreitzer.

Auch Probleme in St. Peter und Wolfsbacher Rotte

Vorerst holt sich der Landwirt das benötigte Wasser nun von einem Hydranten in der Nähe seiner Liegenschaft. Er muss entscheiden, ob er versucht, einen tieferen Brunnen zu bohren, oder sein Gehöft ans öffentliche Leitungsnetz hängt, was bei einem Verbrauch von bis zu 10.000 Litern Wasser natürlich auch nicht billig ist.

Ebenfalls mit Wassermangel kämpft ein Geflügelbetrieb. Dieser wurde mit einer provisorischen Leitung ans öffentliche Netz gehängt.

Seltsamerweise hat sich die Situation am Ederrücken entspannt. Dort gibt es plötzlich wieder Wasser. „Warum das so ist, wissen wir nicht“, sagt der Ortschef. Auch knapp mit Wasser sind Hausbrunnen in St. Peter und in einer Rotte in der Gemeinde Wolfsbach. Dort werden nun die Gründung einer Genossenschaft und der Bau einer Wasserleitung überlegt.