Ertl

Erstellt am 24. August 2016, 04:29

Der Leitungsbau startet im September. Ertl wird künftig von Waidhofen aus versorgt. Bis Ende des Jahres soll die nötige Infrastruktur fertiggestellt sein.

Bürgermeister Josef Forster ist froh, dass die Wasserversorgung der Gemeinde Ertl bald langfristig sichergestellt ist. Foto: Archiv  |  Archiv

Der trockene Sommer im Vorjahr bescherte der Gemeinde akute Wassernot. Deshalb hat Ertl mit der Stadt Waidhofen auch ein Lieferabkommen geschlossen. Rund 25.000 Kubikmeter Wasser wird die Kommune der Statutarstadt jährlich künftig abnehmen. Bis zu 40.000 Kubikmeter wären theoretisch möglich.

Plan: Leitung zwischen Fischerschmied und Wieser Höhe

„Heuer haben wir durch den vielen Regen zwar keine Probleme, aber die Experten prognostizieren ja, dass künftig die Regenmengen insgesamt geringer werden. Daher ist unser Abkommen mit Waidhofen auf jeden Fall sinnvoll, weil es die Versorgung langfristig sichert“, sagt Bürgermeister Josef Forster. Er verweist auch darauf, dass die Gemeinde ja bemüht ist, neuen Wohnraum zu schaffen, und Zuzügler erhöhen natürlich den Wasserbedarf.

Um die Anlieferung aus Waidhofen möglich zu machen, ist die Errichtung einer Versorgungsleitung zwischen Fischerschmied und Wieser Höhe geplant. Außerdem soll die Speicherkapazität des bestehenden Hochbehälters Schatzöd erweitert werden.

Gespräche mit Grundbesitzern erfolgreich abgeschlossen

Ertl hat ja schon bislang Wasser aus Waidhofen bezogen, allerdings in geringeren Mengen. Die bestehende Leitung von Fischscherschmied über St. Georgen in der Klaus und weiter zur Wieser Höhe hat zu wenig Kapazität, um größere Mengen zu transportieren, darum wird eine neue Leitung gebraucht.

Die Gespräche mit den Grundbesitzern wurden kürzlich erfolgreich abgeschlossen. Somit ist der Bau auf Schiene. Im September sollen die Arbeiten beginnen. „Mit Jahresende möchten wir dann schon Wasser aus Waidhofen beziehen“, sagt Forster.

Gebaut wird die Leitung, obwohl sie auf Waidhofner Gebiet verläuft, von der Gemeinde Ertl. Diese kann ob ihrer Versorgungsprobleme höhere Förderungen beanspruchen. Langfristig wird die Leitung aber in Waidhofner Besitz übergehen. Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf rund 311.000 Euro.