Erstellt am 13. Juli 2015, 08:38

von Desiree Haselsteiner

Leukämie wurde fast zu spät erkannt. Ärztin im Ambulatorium Amstetten erahnte, was dem vierjährigen Leon Kronsteiner fehlte, und handelte richtig.

Die Familie Mario, Leon, Marie und Romana Kronsteiner im heimischen Garten möchte allen beteiligten Ärzten, Rettungssanitätern und Unterstützern ein großes Dankeschön aussprechen.  |  NOEN, Haselsteiner
Vergangenen Oktober litt der vierjährige Leon Kronsteiner an starken Rückenschmerzen. Seine Eltern Mario und Romana Kronsteiner fragten sämtliche Ärzte um Rat. Schließlich war der Vierjährige schon stark bewegungseingeschränkt.

Diagnose binnen einer halben Stunde gestellt

Verzweifelt suchte Romana Kronsteiner das Ambulatorium Amstetten auf. Die diensthabende Ärztin Evita Diel las sich die Krankengeschichte aufmerksam durch und rief sofort das Kinderkrankenhaus St. Anna in Wien an, da Verdacht auf Leukämie bestand.

Dort wurde binnen einer halben Stunde die schreckliche Diagnose festgestellt. Der vierjährige Leon Kronsteiner leidet an Blutkrebs. „Mir geht es hier nicht darum, Mitleid zu erhaschen, sondern ich möchte Frau Doktor Evita Diel von ganzem Herzen danken. Hätte sie sich nicht die Zeit genommen meinen Leon anzusehen, wäre es vermutlich zu spät gewesen“, erzählt die fürsorgliche Mutter Romana Kronsteiner.

„Leon geht es so weit ganz gut"

Es wurde sofort mit einer siebenmonatigen Chemo- und Strahlentherapie begonnen, die erste Wirkungen zeigt „Leon geht es so weit ganz gut, jetzt muss er noch eineinhalb Jahre eine Schlucktherapie in Tablettenform machen“, sagt Mario Kronsteiner.

Ein Dankeschön der Familie gilt auch dem Roten Kreuz St. Peter/Au, deren Mitarbeiter die Krankenhausfahrten nach Wien übernommen haben.

Auch das St. Anna Kinderspital kümmerte sich liebevoll um den kleinen Leon. „Er hat sich jedes Mal richtig auf das Krankenhaus gefreut, obwohl er wusste, was ihm bevorstand. Ohne die vielen engagierten Menschen gäbe es unseren Leon heute nicht mehr“, sagt seine Mutter.