Winklarn

Erstellt am 23. August 2016, 04:03

von Daniela Führer

Lösung in Sicht: Gänse werden im Herbst abgesiedelt. Zwischen Gänsefreundin und Gemeinde wurde ein Kompromiss gefunden.

Tagtäglich füttert Margret Sapinsky die Gänse bei der Ybbs in Winklarn. Voraussichtlich Ende Oktober werden die Tiere abgesiedelt.  |  NOEN, Schlemmer

Das monatelange Tauziehen um die Gänse am Winklarner Gemeindegrundstück bei der Ybbs (die NÖN berichtete), an dem die Gemeinde für die Winklarner eine Naherholungsfläche mit Zugang zur Ybbs schaffen will, ist beendet.

Voliere-Bau soll Ende August beginnen

Die Experten Erhard Kraus (Abteilung Wasserbau des Amtes der NÖ Landesregierung), Eulen- und Greifvogelexperte Hans Frey und Franz Joseph Plank (Verein Animal Spirit) trafen sich Anfang August sowohl mit Bürgermeister Gernot Lechner als auch mit Tierfreundin Margret Sapinsky, die bis zuletzt für den Verbleib der Tiere am Grundstück kämpfte. Dabei wurde gemeinsam ein Konzept zur Absiedelung der Gänse erarbeitet, das für beide Seiten eine akzeptable Lösung darstellt.

Der Plan gestaltet sich wie folgt: Ende August soll mit dem Bau einer Voliere, einer Art großen Vogelkäfig, mit Zugang zum Wasser am Grundstück begonnen werden. Margret Sapinsky wird daraufhin die Gänse nur noch in dieser Voliere anfüttern, bis diese so schonend wie möglich – voraussichtlich Ende Oktober – gefangen werden können.

„Die Gemeinde übernimmt dabei die Kosten für die Fütterung und errichtet auch die Voliere“, erklärt Bürgermeister Gernot Lechner.

Gut die Hälfte der Gänse nimmt dann Franz Joseph Plank vom Verein Animal Spirit am Gnadenhof bei Esternberg (OÖ) auf. „Dort werden sie sich bestimmt genauso wohlfühlen und für die anderen werden wir auch einen Platz finden“, ist Sapinsky überzeugt.

Täglich füttert Margret Sapinsky die 26 Tiere

Die Tierfreundin aus Hausmening kümmert sich seit über zehn Jahren um die dort lebenden Gänse. Für jedes Tier hat sie einen Namen und sie kennt alle Eigenheiten der Tiere. Jeden Vormittag um 11 Uhr ist sie bei ihnen und füttert sie mit Brot, Mais oder Karottenstückchen.

Der nahende Abschied schmerzt sie, doch sie ist jetzt doch auch froh, wenn die 26 Tiere heuer noch ein neues, gutes Zuhause finden.