Amstetten , Winklarn

Erstellt am 05. Januar 2018, 05:52

von NÖN Redaktion

Filmreife Preisverleihung im Amstettner Rathaussaal. Im Rathaussaal Amstetten wurde der Amstettner Kulturpreis, in Würdigung seiner Verdienste um das Filmwesen, an Gerhard Steinkellner überreicht.

Gemeinderat Reinhard Aigner, Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Kulturpreisträger Gerhard Steinkellner, Maria Steinkellner, Gemeinderätin Regina Öllinger und Elke Strauß (Kulturabteilung) bei der Übergabe.Amstetten  |  Stadt Amstetten

Es war im April 1988 am Flughafen in Managua: Gerhard Steinkellner lernte einen Tiroler namens Helmut Groschup kennen. So begann die Geschichte des SüdFilmfests Amstetten. Groschup schilderte Steinkellner die Welt des Films so faszinierend, dass der damals in dieser Hinsicht unbedarfte ÖBB-Zugchef vom „Filmbazillus“ infiziert wurde. Seither hat ihn dieser auch nicht wieder losgelassen.

1990 startete Gerhard Steinkellner mit ersten Filmvorführungen in Amstetten und legte damit den Startschuss zu einer Veranstaltungsreihe, an deren Ende auch heute – 27 Jahre danach – nicht zu denken ist. Aufgeführt werden vor allem Filme aus dem „Süden“ (Südosteuropa, Asien, Afrika, Lateinamerika), die in der Regel nicht im kommerziellen, hollywoodorientierten Kinobetrieb gezeigt werden. Waren es 1990 noch vier Filme, so stehen mittlerweile jährlich rund 50 Filme auf dem Programm.

Wertschätzung für besonderen Menschen

Für seine Verdienste um das Filmwesen wurde Gerhard Steinkellner nun der Kulturpreis der Stadt Amstetten verliehen. „Besondere Menschen verdienen besondere Aufmerksamkeit, besonderen Menschen drücken wir seitens der Stadtgemeinde Amstetten unsere besondere Wertschätzung aus“, eröffnete Bürgermeisterin Ursula Puchebner ihre Laudatio. Sie hob seine zahlreichen Verdienste um das Amstettner Kultur- und Zusammenleben hervor.

Moderator und langjähriger Weggefährte Jürgen Adelmann beschrieb mit sehr persönlichen Worten seine Zusammenarbeit mit dem Preisträger. Für Gerhard Steinkellner und sein Team, immerhin Menschen aus 15 Nationen, „ist Kultur nicht statisch, sondern lebendig und daher ständig im Wandel begriffen. Kulturelle Vielfalt ist als Bereicherung einer Gesellschaft zu sehen und als solches zu begrüßen. Daher ist es unser Anliegen, die kulturelle Vielfalt auf unserer Erde zu veranschaulichen, um den Blick der Menschen nach außen offen zu halten und deren Interesse für andere Lebensformen und -stile zu wecken.“

Unter viel Beifall nahm Steinkellner den Kulturpreis entgegen und bedankte sich bei all denen, die ihn auf seinem Weg begleiten und begleitet haben.