Amstetten

Erstellt am 08. Juli 2016, 05:03

von Hermann Knapp

Mauer wird aufgeschnitten. Stadt will Rollstuhlfahrern bei der Fußgängerunterführung Allersdorf den Zugang zum Naherholungsgebiet ermöglichen. Ybbsuferweg wird dort auch asphaltiert.

„Die Mauer bei der Unterführung Allersdorf soll aufgeschnitten werden und somit ein barrierefreier Zugang auf den Ybbsuferweg entstehen“, künden Dieter Stadlbauer vom Bauamt und Stadtrat Gerhard Haag an. Foto: Knapp  |  Knapp

Für Rollstuhlfahrer ist es derzeit unmöglich, im Bereich der Fußgeherbrücke Allersdorf auf den Ybbsuferweg zu gelangen. Auf der einen Seite ist die Rampe viel zu steil, auf der anderen Seite verwehrt eine Mauer die Zufahrt. Diese wurde errichtet, um die Unterführung der Entlastungsstraße vor den Fluten der Ybbs zu schützen.

Beidseitig wird flache Rampe aufgeschüttet

„Inzwischen sind wir zu der Einsicht gelangt, dass es diese Mauer nicht braucht, weil bei Starkregen ohnehin Oberflächenwasser über die Rampe rinnt und die Unterführung unter Wasser setzt“, sagt Dieter Stadlbauer vom städtischen Bauamt. Also liegt die Idee nahe, den Betonwall direkt bei der Unterführung aufzuschneiden und somit einen Durchgang zum Ybbsuferweg zu öffnen

„Damit Rollstuhlfahrer, Radfahrer, aber auch Eltern mit Kinderwagen künftig barrierefrei auf den Weg ausfahren können, werden wir beidseitig eine flache Rampe aufschütten und asphaltieren“, kündigt Stadlbauer an.

„Ich bin sicher, dass wir damit einen Wunsch vieler Bürger erfüllen“

Umweltstadtrat Gerhard Haag

Geplant ist außerdem die rund 150 Meter des Ybbsuferweges bis zum Kunstwerk von Herbert Petermandl zu sanieren. Die Oberfläche besteht in diesem Bereich aus rauem Beton und wird außerdem von tiefen Rinnen durchbrochen, durch die das Oberflächenwasser der Entlastungsstraße abfließt.

Diese sind natürlich gerade für Radfahrer gefährliche Hindernisse. „Wir werden sie daher abflachen und den Weg in diesem Bereich mit einer neuen Asphaltdecke versehen, damit er risikolos nutzbar wird“, sagt Stadlbauer. Die Kosten werden sich auf rund 50.000 Euro belaufen. Der Auftrag wurde vom Gemeinderat bereits vergeben. Die Arbeiten werden demnächst beginnen.

„Ich bin sicher, dass wir damit einen Wunsch vieler Bürger erfüllen. Gerade im Sommer ist die Ybbs ja ein beliebtes Naherholungsgebiet“, freut sich darüber auch Umweltstadtrat Gerhard Haag. Beendet ist der Ausbau des Ybbsuferweges mit diesen Maßnahmen noch nicht.

„2017 wollen wir den Bereich von der Allersdorfer-Autobrücke bis hinauf zur Invalidensiedlung neu gestalten und asphaltieren. Und für 2018 ist dann der Lückenschluss zwischen der Fußgängerbrücke und der Autobrücke Allersdorf geplant“, sagt Haag. Der Ausbau in diesem Bereich wird allerdings schwierig und aufwändig, weil der Weg teilweise sehr eng ist und daher auch verbreitert werden muss.