Erstellt am 01. Januar 2016, 04:58

von Hermann Knapp

Zahnarztpraxis geplant. Das Gemeindehaus soll 2016 aus seinem Dornröschenschlaf wach geküsst werden. Gespräche mit Interessenten laufen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - erwin.wodicka@gm

Die Revitalisierung des ehemaligen Gemeindehauses wird nächstes Jahr in Angriff genommen. Mit 1. Jänner zieht ja die Raiffeisenkassa aus, weil die Bankstelle geschlossen wird. Dorthin wird die Gemeinde verlegt.

Ortschefin mit anderen Mietern in Kontakt

„In deren frei werdenden Räumen und einem Teil des Vierkanters könnte sich ein Zahnarzt mit seiner Ordination ansiedeln. Die Gespräche sind schon weit gediehen und ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer Einigung kommen“, sagt Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer.

Sie ist aber auch noch mit anderen möglichen Mietern in Kontakt, denn immerhin bietet der riesige Vierkanter insgesamt rund 1.000 Quadratmeter Nutzfläche. „Da wäre also noch allerhand Platz – für Büros oder zum Beispiel auch einen Masseur.“

Veranstaltungssaal wird integriert

Fix ist bereits, dass im Gemeindehaus ein Veranstaltungssaal integriert wird. Denn der fehlt im Ortsteil Oed. „Das war ja auch jener Wunsch, der im Zuge des Dorferneuerungsprozesses am öftesten genannt wurde“, berichtet die Bürgermeisterin.

Mit der Instandsetzung des Gemeindehauses will sie nicht direkt das Budget der Kommune belasten. „Wir sind auf der Suche nach Partnern um mit ihnen gemeinsam eine außerbudgetäre Finanzierung über Leasing auf die Beine stellen“, sagt Hinterholzer.


Geschichte

Das Gemeindehaus ist 1660 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1956 hat die Kommune es von der Familie Sturm geerbt, weil deren beiden Söhne im Weltkrieg gefallen waren. Die Familie wollte, dass das Haus der Öffentlichkeit erhalten bleibt.