Erstellt am 08. März 2016, 05:49

von Hermann Knapp

Zwei Millionen-Bau: Lewingbach wird gezähmt. Startschuss für 2-Millionen-Bau zweier neuer Rückhaltebecken ist gefallen. Sie sollen 90 Häuser sowie Industrie- und Gewerbegebiete künftig vor Fluten bewahren.

Beim Startschuss für die Rückhaltebecken beim Lewingbach, (v.l.): Dieter Stadlbauer vom Bauamt, Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Umweltstadtrat Gerhard Haag, Umweltgemeinderat Bernhard Wagner, Kerstin Kronsteiner vom Stadtamt, Christoph Hiesberger (Büro Lang), Wolfgang Brandstetter (WA 3 Wasserbau) und Franz Deinhofer (WA 3 Wasserbau). Foto: Hermann Knapp  |  NOEN, Hermann Knapp

Viel tut sich zurzeit in Sachen Hochwasserschutz im Stadtgebiet. Erst kürzlich gab es grünes Licht für das Hochwasserschutzprojekt Haabergbach/Mühlbach (wobei nun noch auf die Freigabe der Gelder von Bund und Land gewartet werden muss) und in der Vorwoche fiel auch noch der Startschuss zur endgültigen Zähmung des Lewingbaches.

Dieser sorgte bei Starkregen immer wieder für Überflutungen des Siedlungsgebietes Eisenreichdornach, von Betrieben an der Wienerstraße und stellte letztlich auch eine Bedrohung für die ÖBB-Westbahnstrecke dar.

Rückhaltebecken reichen nicht aus

Zwei Rückhaltebecken wurden bereits im Jahr 2009 fertiggestellt und haben sich bei einem Starkregenereignis im Jahr 2013 auch schon bewährt. Doch sie reichen nicht aus, um die Hochwassergefahr endgültig zu bannen und daher wurde nun mit der Errichtung zweier weiterer Becken begonnen.

Sie werden von der Preinsbacher Straße bis zur Wiener Straße gestaffelt hintereinander errichtet und sollen die Hochwasserwellen reduzieren. Ausgerichtet ist das Projekt auf ein HQ 300.

In die Rückhaltebecken werden auch Regelorgane situiert, die die kontinuierliche Abgabe der Wassermengen gewährleisten. Errichtet werden die Rückhaltebecken von der Firma Hinterholzer in Zusammenarbeit mit der NÖ Landesregierung (Flussbauhof).

Konkret werden durch diese Maßnahme 90 Wohn- und Wirtschaftsgebäude und 20 Hektar Industrie- und Gewerbegebiet gesichert.

„Weiterer wesentlicher Schritt im Konzept“

In enger Kooperation mit der Brückenmeisterei wird im Zuge der Bauarbeiten auch die Lewingbachbrücke in der Preinsbacher Straße neu errichtet. Diese Arbeiten werden voraussichtlich während der Sommermonate umgesetzt.

Weiters sind während der gesamten Bauarbeiten auch Leitungsumlegungen erforderlich, die parallel mit den Bauarbeiten durchgeführt werden.

„Mit dem Projekt Lewingbach können wir einen weiteren wesentlichen Schritt im Hochwasserschutzkonzept der Stadt setzen und damit der Bevölkerung bei Starkregen und Hochwasserereignissen mehr Sicherheit bieten“, ist sich Bürgermeisterin Ursula Puchebner sicher.

Insgesamt werden rund 1.925.000 Euro verbaut, das Land stellt 731.500 Euro zur Verfügung, der Bund schießt 808.500 Euro zu.